Wer sich einen Mini-PC selbst zusammenbauen möchte, sollte sich für ein kompaktes, kleines PC-Gehäuse mit dem passenden Formfaktor entscheiden. Ein Mini-ITX-Gehäuse ist hier in der Regel die richtige Wahl, denn es nimmt wenig Platz weg und kühlt die eingebaute Hardware trotz geringen Innenraumvolumens noch ordentlich. In unserer Testtabelle finden Sie insgesamt 8 empfehlenswerte Mini-ITX-Gehäuse, von denen wir Ihnen die 5 besten kleinen PC-Gehäuse ausführlich vorstellen. Vervollständigt wird unser Mini-ITX-Gehäuse-Test durch eine ausführliche Beratung, worauf Sie beim Kauf eines kleinen PC-Gehäuses generell achten sollten. 

Kleine PC-Gehäuse: die 8 besten Mini-ITX-Gehäuse

Die 5 besten Mini-ITX-Gehäuse

Cooler Master NR200P (Black)

Mit einer üppigen Ausstattung und wichtigen Perforationen erzielt das ab rund 80 Euro erhältliche Cooler Master NR200P* den Testsieg. Falls Ihnen besonders knallige Farben nicht gefällen, können Sie auch zu schlichteren Varianten wie Schwarz oder Weiß greifen – in puncto Preis-Leistung überzeugt das Mini-ITX-Gehäuse allemal. Die Anleitung, ein einfaches Faltblatt, könnte zwar hochwertiger ausfallen, allerdings ist der Zusammenbau samt Kabelmanagement durch die Auflistung aller wichtigen Schritte dennoch leicht genug.

Dem Mini-ITX-Gehäuse liegen zwei 120-mm-Lüfter bei (CM Sickleflow PWM, ohne RGB-Beleuchtung), die Sie kinderleicht am Deckel werkzeuglos einklippen können. An der linken Seite befindet sich eine abschraubbare Schiene, an der entweder bis zu 280er-Radiatoren oder alternativ eine HDD montieren lassen. Je nach der Einbauposition der Grafikkarte im Mini-PC (horizontal/vertikal) verschließen sich allerdings bestimmte Aufbau-Möglichkeiten, so würde sich die maximale CPU-Kühlerhöhe von 15,5 cm auf gerade mal 7,6 cm verringern. Zubehör für eine vertikale GPU liegt in Form eines älteren PCI-E-3.0-Riser-Kabels bei, das Sie im Zweifel wegen des möglichen Performance-Verlusts eher ignorieren sollten. Für alle, die auf eine prominente Präsentation der Hardware im Mini-PC bestehen, liefert Cooler Master zusätzlich ein getöntes Glasseitenteil mit, welches sich wie die perforierten Seiten des Mini-ITX-Gehäuses sehr einfach durch Einrasten anbringen lässt. 

Mit einer üppigen Ausstattung und wichtigen Perforationen erzielt das ab rund 80 Euro erhältliche Cooler Master NR200P* den Testsieg. Falls Ihnen die besonders knallige Farbe nicht gefällt, können Sie auch zur schlichteren Varianten wie Schwarz oder Weiß greifen – in puncto Preis-Leistung überzeugt das Mini-ITX-Gehäuse allemal. Die Anleitung, ein einfaches Faltblatt, könnte zwar hochwertiger ausfallen, allerdings ist der Zusammenbau samt Kabelmanagement durch die Auflistung aller wichtigen Schritte dennoch leicht genug.

Dem Mini-ITX-Gehäuse liegen zwei 120-mm-Lüfter bei (CM Sickleflow PWM, ohne RGB-Beleuchtung), die Sie kinderleicht am Deckel werkzeuglos einklippen können. An der linken Seite befindet sich eine abschraubbare Schiene, an der entweder bis zu 280er-Radiatoren oder alternativ eine HDD montieren lassen. Je nach der Einbauposition der Grafikkarte im Mini-PC (horizontal/vertikal) verschließen sich allerdings bestimmte Aufbau-Möglichkeiten, so würde sich die maximale CPU-Kühlerhöhe von 15,5 cm auf gerade mal 7,6 cm verringern. Zubehör für eine vertikale GPU liegt in Form eines älteren PCI-E-3.0-Riser-Kabels bei, das Sie im Zweifel wegen des möglichen Performance-Verlusts eher ignorieren sollten. Für alle, die auf eine prominente Präsentation der Hardware im Mini-PC bestehen, liefert Cooler Master zusätzlich ein getöntes Glasseitenteil mit, welches sich wie die perforierten Seiten des Mini-ITX-Gehäuses sehr einfach durch Einrasten anbringen lässt. 

Im Leistungstest erzielt das optimal verarbeitete kleinen PC-Gehäuse mit 2,30 im Kühlungsabschnitt – CPU: 84 °C durchschnittlicher Maximalwert bei Cinebench R23, 71 °C unter Spielelast, GPU bei 66 °C – gute Bewertungen und blieb mit 3,0 Sone noch annehmbar tobend (im Gegensatz zu viel zu lauten 5,0 Sone). Dass das Konzept des Cooler Master NR200P* aufgeht, zeigt nicht zuletzt auch die Gehäuseinnentemperatur, die gerade mal 4 °C über dem offenen Aufbau liegt – bei der SSD sind es sogar 0 °C Unterschied.

Jonsbo Jonsplus i100 Pro

Für knapp 150 Euro zeigt sich Jonsplus (als edlere Untermarke von Jonsbo) mit einem im Innern modularen Mini-ITX-Gehäuse. Das Jonsbo Jonsplus i100 Pro* sieht nicht nur von außen gut verarbeitet aus, sondern bietet durch die leicht größeren Maße auch Vorteile wie einen 360er-Radiatorplatz, der an der Oberseite mit einer entfernbaren (Teil-)Schiene auch leicht verbaut werden kann. Das ist für ein kleines PC-Gehäuse mit 25,9 Liter Volumen ein echter Pluspunkt. Zur tollen Ausstattung des Mini-ITX-Gehäuses gehören hochwertige, erweiterbare Standfüße, ein Schraubenkästchen, optionale Rahmen für Alternativaufbauten (wie einer vertikalen Grafikkarte) und eine sehr ausführliche, mehrsprachige Heftanleitung, welche die verschiedenen Konfigurationsoptionen verständlich illustriert. Wie beim Cooler Master NR200P* liegt auch Jonsbos Mini-ITX-Gehäuse ein PCI-E-3.0-Riser-Kabel bei. Ein PCI-E-4.0-Kabel wäre aber auch hier attraktiver gewesen. 

Beim Jonsbo Jonsplus i100 Pro* sind neben den kleinen SFX-, respektive den minimal wuchtigeren SFX-L-Netzteilen auch herkömmliche ATX-Stromspender montierbar. Je nach GPU-Länge und PSU-Kabel-Layout kann es jedoch beim Zusammenbau in dem Mini-PC deutlich enger werden. In gesonderten Vergleichsmessung zwischen den SFX- und ATX-Referenzprodukten stellten wir bei dem kleinen PC-Gehäuse keinen nennenswerten Lautheits- oder Temperaturunterschied sowie Vor-/Nachteil fest.

Für knapp 150 Euro zeigt sich Jonsplus (als edlere Untermarke von Jonsbo) mit einem im Innern modularen Mini-ITX-Gehäuse. Das Jonsbo Jonsplus i100 Pro* sieht nicht nur von außen gut verarbeitet aus, sondern bietet durch die leicht größeren Maße auch Vorteile wie einen 360er-Radiatorplatz, der an der Oberseite mit einer entfernbaren (Teil-)Schiene auch leicht verbaut werden kann. Das ist für ein kleines PC-Gehäuse mit 25,9 Liter Volumen ein echter Pluspunkt. Zur tollen Ausstattung des kleinen PC-Gehäuses gehören hochwertige, erweiterbare Standfüße, ein Schraubenkästchen, optionale Rahmen für Alternativaufbauten (wie einer vertikalen Grafikkarte) und eine sehr ausführliche, mehrsprachige Heftanleitung, welche die verschiedenen Konfigurationsoptionen verständlich illustriert. Wie beim Cooler Master NR200P* liegt auch Jonsbos Mini-ITX-Gehäuse ein PCI-E-3.0-Riser-Kabel bei. Ein PCI-E-4.0-Kabel wäre aber auch hier attraktiver gewesen. 

Beim Jonsbo Jonsplus i100 Pro* sind neben den kleinen SFX-, respektive den minimal wuchtigeren SFX-L-Netzteilen auch herkömmliche ATX-Stromspender montierbar. Je nach GPU-Länge und PSU-Kabel-Layout kann es jedoch beim Zusammenbau in dem Mini-PC deutlich enger werden. In gesonderten Vergleichsmessung zwischen den SFX- und ATX-Referenzprodukten stellten wir bei dem kleinen PC-Gehäuse keinen nennenswerten Lautheits- oder Temperaturunterschied sowie Vor-/Nachteil fest.

Besitzen Sie ein solides SFX-Netzteil, können Sie beim Einbau der Hardware in den Mini-PC die Vorteile des schmaleren SFX-Formfaktors nutzen. SFX-Netzteile können bei der Lautstärke gravierend voneinander unterscheiden. In unseren Messungen zeigt sich das Jonsbo Jonsplus i100 Pro* mit 2,7 Sone (Durchschnitt) und den Temperaturen (CPU: 75/89 °C, GPU: 67 °C) in keinem schlechten Licht für ein Min-ITX-Gehäuse. Für mehr Frischluft können je nach GPU schmale Lüfter an der Unterseite sorgen.

HYTE Revolt 3 (Weiß)

Das HYTE Revolt 3* zeigt Mini-ITX-Gehäuse von einer praktischen, unkomplizierten Seite. Das kleine PC-Gehäuse ist in zwei Farb- und Ausstattungsvarianten erhältlich: Einmal für attraktivere 130 Euro (in Schwarz/Weiß) und einmal für 250 Euro mit einem zusätzlichen 700 Watt Gold-Netzteil (iBuypower, SFXL-A700GD-IBP, Gold), das bereits im Mini-PC samt Kabeln vormontiert ist. An dieser Stelle geben wir eine klare Empfehlung für die Basisvariante des HYTE Revolt 3*. Mit unserem Referenz-SFX-Netzteil (Seasonic Focus SGX-750*) schlägt sich das Mini-ITX-Gehäuse deutlich ruhiger im Test und erzielt mit 2,50 sogar die beste Gesamtleistungsnote (2,5 Sone Durchschnitt, CPU: 70/86 °C, GPU: 67 °C). Die teurere Variante des Mini-PCs hinterlässt in einem Extratest mit einer Leistungsnote von 3,37 dagegen einen bitteren Nachgeschmack – der vormontierte SFX-L-Spannungswandler ist schlicht zu laut. Auch lässt sich durch eigenes Kabelmanagement noch die ein oder andere Luftkühlung verbessern. 

Der Zusammenbau im HYTE Revolt 3* ist im Vergleich zu anderen Gehäusen kinderleicht und dank netten Details wie der Radiatortür, an der bis zu 280er-Radiatoren fixierbar sind, durchweg angenehm. Die Seitenteile und das Heck könne Sie leicht einklippen. Die Vorder- und Oberseite müssten Sie abschrauben, wofür es im Alltag aber keinen nennenswerten Bedarf gibt.

Das HYTE Revolt 3* zeigt Mini-ITX-Gehäuse von einer praktischen, unkomplizierten Seite. Das kleine PC-Gehäuse ist in zwei Farb- und Ausstattungsvarianten erhältlich: Einmal für 130 Euro (in Schwarz oder Weiß) und einmal für 250 Euro mit einem zusätzlichen 700 Watt Gold-Netzteil (iBuypower, SFXL-A700GD-IBP, Gold), das bereits im Mini-PC samt Kabeln vormontiert ist. An dieser Stelle geben wir eine klare Empfehlung für die Basisvariante des HYTE Revolt 3*. Mit unserem Referenz-SFX-Netzteil (Seasonic Focus SGX-750*) schlägt sich das Mini-ITX-Gehäuse deutlich ruhiger im Test und erzielt mit 2,50 sogar die beste Gesamtleistungsnote (2,5 Sone Durchschnitt, CPU: 70/86 °C, GPU: 67 °C). Die teurere Variante des Mini-PCs hinterlässt in einem Extratest mit einer Leistungsnote von 3,37 dagegen einen bitteren Nachgeschmack – der vormontierte SFX-L-Spannungswandler ist schlicht zu laut. Auch lässt sich durch eigenes Kabelmanagement noch die ein oder andere Luftkühlung verbessern. 

Der Zusammenbau im HYTE Revolt 3* ist im Vergleich zu anderen Gehäusen kinderleicht und dank netten Details wie der Radiatortür, an der bis zu 280er-Radiatoren fixierbar sind, durchweg angenehm. Die Seitenteile und das Heck könne Sie leicht einklippen. Die Vorder- und Oberseite müssten Sie abschrauben, wofür es im Alltag aber keinen nennenswerten Bedarf gibt.

Durch den ebenfalls mit Klipp-System ausgestatteten Tragegriff lässt sich das kleine PC-Gehäuse beim Einbau des Mini-PCs schnell und bequem drehen. Die beidseitige Headset-/Universalhalterung ist zudem ein nettes Feature für den Tischalltag. Wie auch bei anderen besonders schmalen Mini-ITX-Gehäusen sollten Sie die Kabel und Radiatorschläuche nach Möglichkeit weg von den Lüftern fixieren. Damit beugen Sie einem stillschweigenden (oder sehr lauten) Blockieren der Lüfter. Durch die rundum hochwertige Verarbeitung und den praktischen Features gefiel uns das HYTE Revolt 3* aus Aluminium im Test besonders.

Fractal Torrent Nano (Extratest mit 120er-AiO, ATX-PSU)

Das Torrent im Big-Tower-Format ist für besonders anspruchsvolle Air-Cooler-Builds hervorragend geeignet. Gilt die Empfehlung auch für das Mini-ITX-Gehäuse? Leider nur bedingt. Das Fractal Design Torrent Nano* leidet nämlich teils an logischen Schwachstellen, auch wenn abermals die Ausstattung glänzt. So bekommt die Grafikkarte im Mini-PC kaum bis gar nichts von der Frischluft des einsaugenden 180-mm-Lüfters ab (Prisma AL-18 PWM, A-RGB*). Ein Einbau des 180er-Lüfters an der Unterseite fällt aufgrund der Grafikkarte aus und ein Ersetzen mit einem 240er-Radiator an der Front des kleinen PC-Gehäuses limitiert die maximale GPU-Länge gravierend (von 33,5 zu 26,5 cm). Die Netzteilkammer befindet sich an der Oberseite, sodass kein weiterer Luftzugang nach Außen an der Decke möglich ist, jedoch ist zumindest ein ATX-Netzteil statt SFX-L dort unterzukriegen.

Aufgrund dieser Eigenheiten weichen wir vom 240er-Radiator und dem SFX-Netzteil, sodass wir beim Fractal Design Torrent Nano* einen gesonderten Test durchführen mussten, bei dem die Leistungswerte nur bedingt vergleichbar sein können. Zu einem Scythe Fuma 2* konnten wir mit unserem Asus ROG Strix B660-I Gaming* nicht greifen, auch wenn dieser ohne Probleme ins Fractal Design Torrent Nano* gepasst hätte. Stattdessen setzten wir eine 120er-AiO von Arctic (Artic Liquid Freezer II*) ein, die wir ans Heck mit leichten Schraubplatz-Problemen montierten. Die Maße passten nicht vollends zu unserem Radiator, jedoch gibt das grobe Metall-Mesh am Heck genug Improvisationsmöglichkeiten. 

Das Torrent im Big-Tower-Format ist für besonders anspruchsvolle Air-Cooler-Builds hervorragend geeignet. Gilt die Empfehlung auch für das Mini-ITX-Gehäuse? Leider nur bedingt. Das Fractal Design Torrent Nano* leidet nämlich teils an logischen Schwachstellen, auch wenn abermals die Ausstattung glänzt. So bekommt die Grafikkarte im Mini-PC kaum bis gar nichts von der Frischluft des einsaugenden 180-mm-Lüfters ab (Prisma AL-18 PWM, A-RGB*). Ein Einbau des 180er-Lüfters an der Unterseite fällt aufgrund der Grafikkarte aus und ein Ersetzen mit einem 240er-Radiator an der Front des kleinen PC-Gehäuses limitiert die maximale GPU-Länge gravierend (von 33,5 zu 26,5 cm). Die Netzteilkammer befindet sich an der Oberseite, sodass kein weiterer Luftzugang nach Außen an der Decke möglich ist, jedoch ist zumindest ein ATX-Netzteil statt SFX-L dort unterzukriegen.

Aufgrund dieser Eigenheiten weichen wir vom 240er-Radiator und dem SFX-Netzteil, sodass wir beim Fractal Design Torrent Nano* einen gesonderten Test durchführen mussten, bei dem die Leistungswerte nur bedingt vergleichbar sein können. Zu einem Scythe Fuma 2* konnten wir mit unserem Asus ROG Strix B660-I Gaming* nicht greifen, auch wenn dieser ohne Probleme ins Fractal Design Torrent Nano* gepasst hätte. Stattdessen setzten wir eine 120er-AiO von Arctic (Artic Liquid Freezer II*) ein, die wir ans Heck mit leichten Schraubplatz-Problemen montierten. Die Maße passten nicht vollends zu unserem Radiator, jedoch gibt das grobe Metall-Mesh am Heck genug Improvisationsmöglichkeiten. 

Die CPU-Temperaturen im Mini-PC hielten mit unserem eigentlichen Aufbau mit, die Lüfter der Grafikkarte musste dagegen deutlich stärker pusten (CPU: 70/85 °C, GPU: 74 °C bei 1.817 MHz bei 2.715 U/min). Slim-Lüfter an der Unterseite könnten da Abhilfe schaffen. Die Materialverarbeitung lässt zum Teil am Kunststoff Platz für Verbesserungen offen – ein hochwertiges Gefühl will bei dünnem Plastik, das in Schwarz als Fingerabdrucksammler fungiert, mit einem Preis von 120 bis 140 Euro für das Fractal Design Torrent Nano* kaum aufkommen.

NZXT H1 V2 (Extratest mit mitgelieferter PSU/AiO)

Eins liegt auf der Hand: Wer das NZXT H1 V2* für 400 Euro im Auge hat, wird wohl kaum weitere Komponenten wie ein anderes Netzteil oder eine Kompakt-Wasserkühlung zum gezielten Ersetzen besorgen wollen. Dadurch und durch die maximale Radiatorunterstützung bis zu 140 mm führen wir erneut auch bei diesem Mini-ITX-Gehäuse einen Extratest durch. Im NZXT H1 V2* sind bereits ein Netzteil der 750 Wattklasse (NZXT C750 Gold Mini), ein PCI-E-4.0-Riser-Kabel, ein NZXT 140er-All-in-One-Kühler und ein NZXT Lüfter-/Pumpen-Controller (Steuerung über interne USB-Verbindung) vorverbaut.

Die verglaste Front und das perforierte Heck des kleinen Gehäuses werden mit leichtem Ruck (Einklipp-System) gelöst. Die Seitenteile und die Decke bestehen aus einem Teil. Der Zusammenbau des Mini-PC wird durch das absurd riesige Faltblatt nicht gerade erleichtert, jedoch befinden sich am Gehäuse weitere kleine Instruktionen. Deutlich schöner wäre ein Handbuch mit geordneter und logischer Reihenfolge gewesen – für 400 Euro eigentlich ein Muss, gerade mit dem Anspruch, eine komfortable Gesamtlösung für Käufer eines Mini-ITX-Gehäuses zu sein. Hält man sich an die Instruktionen, gibt es auch soweit keine nennenswerten Praxisprobleme beim Zusammenbau.

Eins liegt auf der Hand: Wer das NZXT H1 V2* für 400 Euro im Auge hat, wird wohl kaum weitere Komponenten wie ein anderes Netzteil oder eine Kompakt-Wasserkühlung zum gezielten Ersetzen besorgen wollen. Dadurch und durch die maximale Radiatorunterstützung bis zu 140 mm führen wir erneut auch bei diesem Mini-ITX-Gehäuse einen Extratest durch. Im NZXT H1 V2* sind bereits ein Netzteil der 750 Wattklasse (NZXT C750 Gold Mini), ein PCI-E-4.0-Riser-Kabel, ein NZXT 140er-All-in-One-Kühler und ein NZXT Lüfter-/Pumpen-Controller (Steuerung über interne USB-Verbindung) vorverbaut.

Die verglaste Front und das perforierte Heck des kleinen Gehäuses werden mit leichtem Ruck (Einklipp-System) gelöst. Die Seitenteile und die Decke bestehen aus einem Teil. Der Zusammenbau des Mini-PC wird durch das absurd riesige Faltblatt nicht gerade erleichtert, jedoch befinden sich am Gehäuse weitere kleine Instruktionen. Deutlich schöner wäre ein Handbuch mit geordneter und logischer Reihenfolge gewesen – für 400 Euro eigentlich ein Muss, gerade mit dem Anspruch, eine komfortable Gesamtlösung für Käufer eines Mini-ITX-Gehäuses zu sein. Hält man sich an die Instruktionen, gibt es auch soweit keine nennenswerten Praxisprobleme beim Zusammenbau.

Bei den Leistungsdaten wird deutlich, dass die vormontierte 140er-All-in-One-Lösung nicht mit dem 120er-Arctic-Aufbau beim Fractal Design Torrent Nano* oder dem klassischen Alphacool 240 Eisbaer LT* mithalten kann, denn hier kommt es zur thermischen Drosselung des Prozessors unter synthetischer Renderlast bei Cinebench R23, während die Grafikkarte in Cyberpunk 2077 angenehm kühl arbeiten kann (CPU: 79/99 °C, GPU: 66 °C mit 1.848 MHz bei 2.114 U/min). Der im Mini-ATX-Gehäuse oben verbaute 92-mm-Lüfter neben der GPU scheint seinen Zweck zu erfüllen. Die Lüfter lassen sich über die NZXT-CAM-Software steuern, die Pumpe dagegen nicht. Das kleine PC-Gehäuse von NZXT mag ein solides Gesamtpaket sein, jedoch gibt es bei der Konkurrenz potenziell attraktivere, leichter aufbaubare und vor allem günstigere Alternativen.

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Mini-ITX-Gehäuse: Worauf müssen Sie beim Kauf achten?

Bevor Sie damit beginnen, sich einen Mini-PC mit einem Mini-ITX-Gehäuse zusammenzubauen, sollten Sie sich zunächst für den passenden Formfaktor entscheiden. In der Sparte der kleinen PC-Gehäuse gibt es zwei verschiedenen Größen, die mit der Größe des Mainboards zusammenhängen: M-ATX und Mini-ITX. M-ATX-Gehäuse verfügen im Vergleich mit den kleineren Mini-ITX-Gehäusen über etwas mehr Innenraumvolumen. Außerdem sind M-ATX-Cases häufiger mit Gehäuselüftern zur besseren Luftzirkulation bestückt, sodass der Hardware-Alltag dementsprechend oft kühler ausfällt.

Doch auch bei den Mini-ITX-Gehäusen kann es gravierende Größenunterschiede bei den Rahmenmaßen geben. So ist beispielsweise das Lian Li Dan A4-H2O* (siehe Testtabelle oben) mit 11,14 Litern deutlich kleiner als das Asus ROG Z11* mit 39,7 Litern (siehe Testtabelle). Trotzdem bleiben die kleinen PC-Gehäuse ein Mini-ITX-Gehäuse, da sie den Einbau eines M-ATX-Mainboards nicht zulassen.

Ausführliche Informationen rund um die verschiedenen Gehäusegrößen, der vom Gehäuseformat abhängigen Ausstattungs- und Kühlmöglichkeiten sowie vieles mehr finden Sie in unserem großen PC-Gehäuse-Test 

Kleine Gehäuse: Die Maße der Basis-Hardware muss stimmen!

Wie auch schon bei den mittelgroßen Midi-PC-Gehäusen müssen Sie beim Bau eines Mini-PCs mit einem Mini-ITX-Gehäuse zunächst abwägen, ob das kleine Gehäuse überhaupt Platz für die von Ihnen gewählten Kernkomponenten bietet. Passen alle Hardware-Maße, beispielsweise die GPU-Länge/-Breite oder die CPU-Kühlerhöhe und ist auch ausreichend Platz für Radiatoren vorhanden? Nur wenn Sie diese Fragen mit „ja“ beantworten können, steht dem Einbau Ihrer Kernhardware in den Mini-PC nichts im Wege.

Insbesondere bei Gehäusen wie dem Phanteks Evolv Shift XT (im Bild) oder Lian Li Dan A4-H2O gilt: Je dünner die Schläuche und strikter die Kabelführung, umso besser!

Im Falle einer vollwertigen Grafikkarte, wie unserer Referenz die Asus TUG RTX 3080 12 GB*, die von den Maßen her ideal zum Testen vieler moderner Mini-ITX-Gehäuse geeignet ist, müssen Sie mindestens auf die maximale Länge innerhalb des Gehäuses achten. Die Breite der GPU kann ebenfalls eine Rolle spielen. Eine breite Grafikkarte wird dann zum Problem, wenn das kleine Gehäuse sehr schmal ausfällt und die Grafikkarte, respektive deren Platine (PCB) und Kühlerkonstruktion mit den Lüftern sehr weit über die Slot-Blende zum Befestigen und damit auch über die vordere Gehäusekante hinausragt. Bei manchen Mini-ITX-Gehäusen geben die Hersteller die maximale GPU-Länge auch im Handbuch an oder schreiben Kompatibilitätslisten, bei denen bereits wenige Millimeter einen wichtigen Unterschied machen können.

Bei Kompaktwasserkühlern empfehlen wir ohne konkretes Kühlszenario häufig ein 240er-Modell, bei dem der Radiator im schlanken Slim-Format (unter 35 mm) nicht zu viel Platz im Gehäuse wegnimmt. Dabei können Sie dünne und flexible Schläuche deutlich leichter in einem Mini-ITX-Gehäuse organisieren, als breite und kaum bewegliche Varianten. Bei einer ungünstigen Radiator-GPU-Konfiguration kann es ansonsten vorkommen, dass die Schläuche Ihnen den Einbau Ihnen der Grafikkarte unmöglich machen oder stark erschweren.

Oftmals können Sie auch einen CPU-Low-Profile-Kühler als Alternative zu einem Radiator verwenden. Allerdings leidet hier auch die Kühlung und damit die Netto-Leistung im Spiele– und Anwendungsalltag. Sollten Sie bereits ein bestimmtes Mini-ITX-Gehäuse im Auge haben, lohnt sich vor dem Kauf oft auch ein Blick in die Online-Anleitung (als PDF). Dadurch können Sie mögliche Tücken und Probleme beim Einbau der Kernkomponenten im Vorfeld abschätzen.

Mini-ITX-Gehäuse: 4 Tipps für den richtigen Einbau in ein kleines Gehäuse

Während Big- und Midi-Tower meist einen simplen Aufbau bieten und für Ihre Hardware ausreichend Platz bereithalten, sieht das bei einem Mini-ITX-Gehäuse etwas anders aus. Aufgrund des geringen Innenraumvolumens ist hier ist kaum Raum für eine ordentliche Kabelverlegung, die Schläuche der Kompaktwasserkühlung müssen untergebracht werden und bei den kompatiblen Maßen der Grafikkarte kommt es auch auf jeden Millimeter an. Damit Ihren der Einbau Ihrer Hardware in ein kleines PC-Gehäuse trotzdem gut gelingt, haben wir Ihnen die folgenden hilfreichen Tipps für Sie:    

Bildquelle: PCGH
Das Revolt 3 von Hyte, einer Hardware-Marke von iBuypower, ist ein Mini-ITX-Gehäuse, das eine praktische und unkomplizierte Hardware-Montage möglich macht.

Tipp 1: eine optimale Vorbereitung ist alles!

Den größten Stress können Sie vermeiden, wenn Sie wie oben schon erwähnt vor dem Kauf der Hardware einen Blick in die mitgelieferte Anleitung werfen. Überlegen Sie genau, welche Hardware-Komponenten Sie im vom Platz her beschränkten Innenraum des kleinen PC-Gehäuses einbauen möchten. SATA-SSDs und SATA-HDDs (Magnetfestplatten) sind nicht nur wegen ihrer Größe ein mögliches Problem, sondern auch wegen der notwendigen Kabelführung zum Mainboard und zum Netzteil. Im Optimalfall belegen Sie intern nur die M.2-Steckplätze an ihrem Mainboard, dazu benötigen Sie nämlich gar keine Planung.

Tipp 2: bleiben Sie beim Einbau ruhig, bewahren Sie Geduld!

Solange Sie sich bei den Einbauschritten an das Hersteller-Handbuch halten, dürfte wenig schiefgehen. Überspringen Sie so weit das möglich ist keine optionalen Schritte wie das Kabelmanagement und achten Sie darauf, weder die Strippen noch die Schläuche der Kompaktwasserkühlung (AiO) unnötig zu quetschen. Oftmals gelingen Ihnen die vermeintlich unmöglichen Einbauversuche mit ein paar Kniffen am Ende doch noch. Achten Sie des Weiteren auch darauf, dass keine freiliegenden Kabel, Schläuche oder Kabelbinder in Ihren CPU-/GPU-Kühler hineinragen. Andernfalls droht ein geräuschintensives und lautes Erwachen beim Start des Mini PCs. Im schlimmsten Fall müssen Sie dann den gesamten Außenrahmen erneut entfernen, das kostet vor allem Zeit.

Tipp 3: Starten Sie den fertig gebauten Mini-PC mit offenem Gehäuse!

Werfen Sie einen sehr genauen Kontrollblick in das Mini-ITX-Gehäuse. Schauen Sie nach dem Netzteil, dem CPU-Kühler und der Grafikkarte. Sind diese Komponenten ordnungsgemäß eingebaut und befestigt oder verhakt sich ein Objekt? Laufen alle Lüfter wie gewünscht (unter Last, ohne Semi-Passivität)? Haben Sie alles überprüft und keine Fehler gefunden, können Sie mit vorsichtigen Schritten versuchen, das kleine PC-Gehäuse im eingeschalteten Status wieder zu schließen. So können Sie bei auftretendem Problem sofort reagieren und müssen nicht beim nächsten Neustart (Boot) des Mini-PCs alles wieder auseinandernehmen und blind suchen.

Tipp 4: Passen Sie alle Lüfterkurven an Ihre eigene Hardware und Situation an!

Vom Netzteil abgesehen können Sie über Mainboard-Software-Suites wie die Asus AI Suite 3, GPU-Tools wie dem MSI Afterburner oder Open-Source-Software wie Fan Control oder Speedfan können Sie die Lüfter unter Last manuell genauer regulieren. Sollten die Temperaturen es hergeben, können Sie im Eintausch eine geringe und nicht störende Geräuschkulisse (gemessen in Sone) anstreben. Ein Power-Limit samt Undervolting (Stichwort: Strom und damit Abwärme sparen) kann Ihnen helfen, performante Prozessoren und Grafikkartenchips dennoch für Ihr gewünschtes Mini-ITX-Gehäuse kühl und leise zu bekommen.

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