Gaming-Tastatur-Test: Die 18 besten mechanischen Gaming-Tastaturen

Steelseries Apex Pro

Die linearen Steelseries Omnipoint Taster, die mithilfe der elektromagnetischen FeldstĂ€rke (HAL Effekt) auslösen und deren Auslösepunkt Sie von 0,4 mm bis 3,6 mm selbst einstellen können, sind das Hauptausstattungsmerkmal der Apex Pro. FĂŒr die Profilverwaltung (5 Profile speicherbar), die Makrofunktion mit Direktaufzeichnung oder die Auswahl eines der elf Basis- und drei reaktiven Tastenbeleuchtungseffekte (KontaktrĂŒckmeldung Schalter) benötigen Sie keine Software. Alle genannten Einstellungen erledigen Sie per Tastenkombination oder mithilfe des OLED-Knopfs und der auch zur LautstĂ€rken- sowie Hellig­keitsregelung nutzbaren Walze rechts neben dem Minibildschirm. 

Die Steelseries Engine (Software) benötigen Sie nur zur Effektmodifikation, fĂŒr die individuelle RGB-Beleuchtung (Einzelfarbe) und wenn Sie den Auslösepunkt einer einzelnen Taste Ă€ndern wollen. Sechs Makrotasten (Doppelbelegung Mittelblock), der NKRO und ein Kabelkanal auf der Unterseite, mit dem Sie das Anschlusskabel (2 × USB-Stecker) mittig oder am rechten/linken Rand herausleiten können, runden die tolle Ausstattung (Note: 1,05) ab. 

Die linearen Steelseries Omnipoint Taster, die mithilfe der elektromagnetischen FeldstĂ€rke (HAL Effekt) auslösen und deren Auslösepunkt Sie von 0,4 mm bis 3,6 mm selbst einstellen können, sind das Hauptausstattungsmerkmal der Apex Pro. FĂŒr die Profilverwaltung (5 Profile speicherbar), die Makrofunktion mit Direktaufzeichnung oder die Auswahl eines der elf Basis- und drei reaktiven Tastenbeleuchtungseffekte (KontaktrĂŒckmeldung Schalter) benötigen Sie keine Software. Alle genannten Einstellungen erledigen Sie per Tastenkombination oder mithilfe des OLED-Knopfs und der auch zur LautstĂ€rken- sowie Hellig­keitsregelung nutzbaren Walze rechts neben dem Minibildschirm. 

Die Steelseries Engine (Software) benötigen Sie nur zur Effektmodifikation, fĂŒr die individuelle RGB-Beleuchtung (Einzelfarbe) und wenn Sie den Auslösepunkt einer einzelnen Taste Ă€ndern wollen. Sechs Makrotasten (Doppelbelegung Mittelblock), der NKRO und ein Kabelkanal auf der Unterseite, mit dem Sie das Anschlusskabel (2 × USB-Stecker) mittig oder am rechten/linken Rand herausleiten können, runden die tolle Ausstattung (Note: 1,05) ab. 

Die gummierte Handballenablage sorgt fĂŒr eine optimale Ergonomie, die Ausleuchtung der Tastenkappen ist gleichmĂ€ĂŸig und alle Tastenblöcke setzen sich gut voneinander ab. Dank der Möglichkeit, den Auslösepunkt wĂ€hlen zu können, ist der innovative Steelseries Omnipoint Switch fĂŒr Spieler und Schreiber gleichermaßen geeignet.

Ihre Top-Ausstattung und innovativen Tastenschalter machen die Steelseries Apex Pro nicht nur zum Testsieger, sondern auch zur aktuellen Referenz. 

EVGA Z20

Die Ausstattung der EVGA Z20 hĂ€lt fĂŒr den Gamer viele besonderer Extra bereit. Dazu gehören zunĂ€chst einmal besondere Dinge, wie die fĂŒnf separaten Makrotasten, die optischen Silent-Taster sowie der TOF-Bewegungssensor. Letztere erkennt Bewegungen und löst dadurch individuelle Lichtmuster aus oder er versetzt den PC in den Ruhe-Modus respektive weckt diesen wieder auf, wenn Sie sich entfernen oder nĂ€hern. Dazu kommt die restliche Ausstattung, die mit einer LED-Leiste am Rand, vier Medientasten, einem LautstĂ€rkeregler, einer Abtastrate von 4.000 Hz, einer Makro-Direktaufzeichnung, neun Profilwahltasten, einem USB-2.0-Port und einer RGB-Beleuchtung mit 14 Effekten ebenfalls sehr umfangreich ausfĂ€llt. 

Zehn der bunten Beleuchtungstricks lassen sich per Fn-Tastenkombination den neun speicherbaren Profilen zuordnen. FĂŒr die per TOF-Sensor gesteuerten Beleuchtungstricks sowie den Custom-Modus wird dagegen die einfach bedienbare und sehr umfangreiche Software benötigt. Die Ergonomie ist dank gepolsterter Handballenauflage optimal, die LĂŒcke zwischen Makrotasten und Haupttastenfeld ist fĂŒr Blindschreiber jedoch zu gering. 

Die Ausstattung der EVGA Z20 hĂ€lt fĂŒr den Gamer viele besonderer Extra bereit. Dazu gehören zunĂ€chst einmal besondere Dinge, wie die fĂŒnf separaten Makrotasten, die optischen Silent-Taster sowie der TOF-Bewegungssensor. Letztere erkennt Bewegungen und löst dadurch individuelle Lichtmuster aus oder er versetzt den PC in den Ruhe-Modus respektive weckt diesen wieder auf, wenn Sie sich entfernen oder nĂ€hern. Dazu kommt die restliche Ausstattung, die mit einer LED-Leiste am Rand, vier Medientasten, einem LautstĂ€rkeregler, einer Abtastrate von 4.000 Hz, einer Makro-Direktaufzeichnung, neun Profilwahltasten, einem USB-2.0-Port und einer RGB-Beleuchtung mit 14 Effekten ebenfalls sehr umfangreich ausfĂ€llt. 

Zehn der bunten Beleuchtungstricks lassen sich per Fn-Tastenkombination den neun speicherbaren Profilen zuordnen. FĂŒr die per TOF-Sensor gesteuerten Beleuchtungstricks sowie den Custom-Modus wird dagegen die einfach bedienbare und sehr umfangreiche Software benötigt. Die Ergonomie ist dank gepolsterter Handballenauflage optimal, die LĂŒcke zwischen Makrotasten und Haupttastenfeld ist fĂŒr Blindschreiber jedoch zu gering. 

Die optischen Switches von A4Tech bieten zwar ein gutes TippgefĂŒhl, sind aber nicht besonders leise und ein klein wenig wackelig. DafĂŒr lösen sie dank 4.000 Hz Aufzeichnungsrate sehr direkt und bereits nach 1,5 mm (Hubweg: 3,0 mm) aus.

Wer eine preislich attraktive mechanische Gaming-Tastatur mit einem sehr guten Ausstattungspaket inklusive besonderer Extras wie dem AnnÀherungssensor sucht, trifft mit der EVGA Z20 genau die richtige Wahl.

Die 11 besten von uns getesteten nicht-mechanischen Gaming-Tastaturen

Steelseries Apex 5

Das wichtigste Ausstattungsmerkmal, das Steelseries fĂŒr die Apex 5 von der Apex Pro/7 ĂŒbernimmt, ist der 128 × 40 Pixel große OLED-Bildschirm. Das Mini-Display lĂ€sst sich mit einem eigenen Logo oder Bild personalisieren und zeigt nicht nur Spiele-Infos in CS:GO, Discord-Nachrichten, Musiktitel oder die Beleuchtungsoptionen an. Es kommt auch zum Einsatz, wenn Sie mit der Medientaste und dem klickbaren Drehrad die Profilverwaltung steuern oder eine der sechs vordefinierten Lichtspielereien sowie den Custom-Modus der sehr umfangreichen RGB-Beleuchtung (elf regulĂ€re und vier auf TastendrĂŒcke reagierende Effekte) ohne Software aufrufen möchten.

FĂŒr die Individualisierung der Lichttricks bietet die anwenderfreundliche Steelseries Engine sehr viele Optionen. Zur weiteren Ausstattung der dank ihrer magnetisch andockenden und gummierten Handballenablage sehr ergonomischen Apex 5 gehören eine Makro-Direktaufzeichnung, Speicher fĂŒr sechs Profile inklusive Wahltaste sowie sechs Makrotasten (Doppelbelegungen im Mittelblock). 

Das wichtigste Ausstattungsmerkmal, das Steelseries fĂŒr die Apex 5 von der Apex Pro/7 ĂŒbernimmt, ist der 128 × 40 Pixel große OLED-Bildschirm. Das Mini-Display lĂ€sst sich mit einem eigenen Logo oder Bild personalisieren und zeigt nicht nur Spiele-Infos in CS:GO, Discord-Nachrichten, Musiktitel oder die Beleuchtungsoptionen an. Es kommt auch zum Einsatz, wenn Sie mit der Medientaste und dem klickbaren Drehrad die Profilverwaltung steuern oder eine der sechs vordefinierten Lichtspielereien sowie den Custom-Modus der sehr umfangreichen RGB-Beleuchtung (elf regulĂ€re und vier auf TastendrĂŒcke reagierende Effekte) ohne Software aufrufen möchten.

FĂŒr die Individualisierung der Lichttricks bietet die anwenderfreundliche Steelseries Engine sehr viele Optionen. Zur weiteren Ausstattung der dank ihrer magnetisch andockenden und gummierten Handballenablage sehr ergonomischen Apex 5 gehören eine Makro-Direktaufzeichnung, Speicher fĂŒr sechs Profile inklusive Wahltaste sowie sechs Makrotasten (Doppelbelegungen im Mittelblock). 

Die Steelseries-Hybrid-Blue-Tastenschalter sind zwar nur ein Hybrid aus einem Gummidom-Taster und einem mechanischen Switch; trotzdem vermitteln sie ein sehr gutes TippgefĂŒhl, da sie akustisch sowie haptisch taktil sind. DarĂŒber hinaus kombiniert der halbmechanische Steelseries-Switch die Reibungslosigkeit eines Membrantasters mit der Leistung und TaktilitĂ€t eines mechanischen Cherry-MX-Blue-Schalters.

Die Ausstattung der Apex ist klasse und bietet alle Extras sowie die sehr gute Ergonomie der beiden deutlich teureren Oberklassemodelle. Wer zugunsten des Preises auch auf „voll-mechanische“ Switches verzichten kann, der sollte zuschlagen.

Sharkoon Skiller SGK4

Die Shakoon Skiller SGK4 ist zwar bunt beleuchtet, verfĂŒgt aber nicht wie ein mechanisches Keyboard ĂŒber eine Einzeltastenbeleuchtung. Sie bietet lediglich eine Tastenhintergrundbeleuchtung mit sechs Zonen, fĂŒnf Effekten sowie einer einfarbigen Vollbeleuchtung. Mit den Knöpfen L1 bis L4 rufen Sie vier dieser Effekte auf, deren Frequenz und IntensitĂ€t Sie entweder per Tastendruck (Fn + Cursortasten) oder mit dem den Einstellungen fĂŒr die Beleuchtung in der umfangreichen Software steuern. 

Mit der Software, in deren erweiterten Einstellungen Optionen zur Polling-Rate und Tastenrekationszeit zu finden sind, können Sie die auch die Windows-Taste ausschalten (alternativ Fn + Windows-Knopf), Makros programmieren und Ihre Profile verwalten, indem Sie diese den Profiltasten P1 bis P4 zuordnen. Zu den weiteren Extras gehören die 1.000-Hz-Polling-Rate und 12 mit Office- und Multimedia. Funktionen belegte F-Tasten. Die Gummidom-Taster ĂŒberzeugen mit einem sehr gut spĂŒrbaren Auslösepunkt, einem definierten Anschlag und harten Druckpunkt und eignen sich durchaus auch fĂŒr Schreibarbeiten.

Mit der Skiller SGK4 nimmt Sharkoon erneut den Spieler ins Visier. Der erwirbt fĂŒr 30 Euro ein sehr ordentlich bestĂŒcktes Gamer-Keyboard mit Gummidom-Tastenschaltertechnik

Die Shakoon Skiller SGK4 ist zwar bunt beleuchtet, verfĂŒgt aber nicht wie ein mechanisches Keyboard ĂŒber eine Einzeltastenbeleuchtung. Sie bietet lediglich eine Tastenhintergrundbeleuchtung mit sechs Zonen, fĂŒnf Effekten sowie einer einfarbigen Vollbeleuchtung. Mit den Knöpfen L1 bis L4 rufen Sie vier dieser Effekte auf, deren Frequenz und IntensitĂ€t Sie entweder per Tastendruck (Fn + Cursortasten) oder mit dem den Einstellungen fĂŒr die Beleuchtung in der umfangreichen Software steuern. 

Mit der Software, in deren erweiterten Einstellungen Optionen zur Polling-Rate und Tastenrekationszeit zu finden sind, können Sie die auch die Windows-Taste ausschalten (alternativ Fn + Windows-Knopf), Makros programmieren und Ihre Profile verwalten, indem Sie diese den Profiltasten P1 bis P4 zuordnen. Zu den weiteren Extras gehören die 1.000-Hz-Polling-Rate und 12 mit Office- und Multimedia. Funktionen belegte F-Tasten. Die Gummidom-Taster ĂŒberzeugen mit einem sehr gut spĂŒrbaren Auslösepunkt, einem definierten Anschlag und harten Druckpunkt und eignen sich durchaus auch fĂŒr Schreibarbeiten.

Mit der Skiller SGK4 nimmt Sharkoon erneut den Spieler ins Visier. Der erwirbt fĂŒr 30 Euro ein sehr ordentlich bestĂŒcktes Gamer-Keyboard mit Gummidom-Tastenschaltertechnik

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Gaming-Tastatur: der große Ratgeber

Brauche ich eine Gaming-Tastatur?

Ob man eine Gaming-Tastatur braucht, hĂ€ngt stark davon ab, was und in welcher IntensitĂ€t man spielt. Wer beispielsweise vor allem Aufbau/Echtzeit-Strategie-Spiele, oder Point&Click-Adventures, die hauptsĂ€chlich mit der Maus gesteuert werden, spielt, fĂŒr den reicht eine 08/15-Tastatur ohne Extraausstattung wie Beleuchtung oder mechanische Tastenschalter vollkommen.

Wer aber schnelle Ego-Shooter, Rollenspiele (RPGs), MOBAs oder MMORPGs zockt, der wird den Unterschied zwischen einer Gaming-Tastatur und einer Standard-Schreibtastatur schnell bemerken: Gaming-Keyboards reagieren schneller auf Tastendruck, haben umprogrammierbare Funktions- und Makro-Tasten und lassen sich per RGB-Beleuchtung so einstellen, dass man alle wichtigen Extraknöpfe oder Zusatzelemente wie einen LautstÀrkeregler sofort im Blick hat. 

Das alles fĂŒhrt dazu, dass man im Spiel deutlich schneller und sicherer agiert, also stets die richtigen Knöpf und Tasten einer Gaming-Tastatur drĂŒckt. Das steigert nicht nur Ihren Erfolg im Spiel, sondern ganz klar auch den Spaß. 

Gaming-Tastatur: Roccat Vulcan AIMO mit Handballenablage
Mechanische Gaming-Tastaturen wie die Roccat Vulcan AIMO 121 verbessern mit ihren Tastenschaltern und der RGB-Beleuchtung das Spielerlebnis. ZusÀtzlich machen die edlen Tastaturen auch mit ihrem Design und ihrer Optik auf sich aufmerksam.

Mechanische Tastatur versus Rubberdome-Tastatur: Welche Unterschiede gibt es?

Gaming-Tastatur: Schaubild zu mechanischen Tastenschaltern
Bei mechanischen Tastenschaltern kommen verschiedene Taster- und Auslösechniken zum Einsatz und die RGB-Beleuchtung (LED mit 16,7 Mio verschiedenen Farben) kann fĂŒr jede Taste einzeln angesteuert werden. Letzteres ist bei Schaltern mit Gummidom-Technik nicht möglich.

Rubberdome-Tastenschalter haben immer den lÀngeren Auslöseweg

Gummidom- oder Rubberdome-Tastenschalter sind genau genommen natĂŒrlich auch mechanisch. Trotzdem unterscheiden sie sich bei der Technik und Funktionsweise deutlich von den „echten“ mechanischen Tastenschaltern.

Beim Rubberdome-Tastenschalter (siehe Bild rechts) ist der StĂ¶ĂŸel, der auf den eigentlichen Rubberdome trifft, mit wenigen Ausnahmen mit der Tastenkappe verbunden und bewegt sich in seiner FĂŒhrung um einen nicht genau angegebenen Weg nach unten. Dabei drĂŒckt er auf ein leitendes GummistĂŒck, das den Kontakt mit der Platine schließt und so die Taste auslöst. Beim Loslassen der Taste kehrt der Rubberdome zu seiner ursprĂŒnglichen Form zurĂŒck und drĂŒckt damit den mit der Tastenkappe verbundenen StĂ¶ĂŸe wieder nach oben.

Das kostet den Schreiber oder Spieler letztendlich Kraft, die er rein dafĂŒr einsetzt, um ein StĂŒck Plastik herunterzudrĂŒcken – letzten Endes wird dabei also relativ viel Energie verschwendet.

Gaming-Tastatur: Querschnitt einer Tastatur mit Gummidom-Schaltern Quelle: Asus
Das hauptsÀchliche Unterscheidungsmerkmal zwischen einem mechanischen Keyboard und einem Rubberdome-Tastatur ist die Mechanik und die Auslöstechnik der Tastenschalter .

Eine Sonderform bei Gaming-Tastaturen mit Rubberdome-Tastenschaltern ist die Scherenmechanik. Hier drĂŒckt die Tastenkappe (Key Cap) direkt ohne oder mit einem kleinen Mini-StĂ¶ĂŸel auf den Gummidom. FĂŒr die FĂŒhrung der flachen (Chiclet-)Tastenkappe sorgt eine Konstruktion, die einer HebebĂŒhne gleicht oder an eine Schere erinnert. Diese Ähnlichkeit bei der Funktionsweise ist verantwortlich fĂŒr die Namensgebung des Schalters. 

Ein Taster mit Scherenmechanik ist klar die edlere und tippfreundlichere Variante der Rubberdome-Tastenschalter. Einerseits fÀllt der Auslöseweg erfreulich kurz und die benötigte BetÀtigungskraft relativ gering aus. Andererseits ist dieser Schaltertyp hörbar leiser als regulÀre Rubberdome-Tastenschalter.

Gaming-Tastatur: Schaubild Scherenmechanik bei Tastenschaltern Quelle: Cougar
Obwohl Tastenschalter mit Scherenmechanik ebenfalls auf der Rubberdome-Technik basieren, lösen sie bereits nach kurzem Druckweg aus.

Genauere Werte und individuelleres TippgefĂŒhl bei mechanischen Tastaturen

Bei den mechanischen Tastenschaltern einer Gaming-Tastatur kommt ebenfalls ein StĂ¶ĂŸel zum Einsatz (siehe rechts). Anders als beim Rubberdome-Schalter ist dieser allerdings nicht fest mit der Tastenkappe verbunden und dessen festgelegter Auslösedruck (Federwiderstand) und RĂŒcklauf wird mithilfe einer Feder an der Unterseite erzielt.

Wird der StĂ¶ĂŸel bis zum Anschlag heruntergedrĂŒckt (gesamter Hubweg) schließt er nach einer genau definierten Strecke (Auslöseweg) einen Kontakt zwischen zwei Leitern und sorgt so fĂŒr das Auslösen der Taste. Cherry nutzt bei den MX-RGB- und MX-RGB-Low-Profile-Tastenschaltern beispielsweise die patentierte Gold-Crosspoint-Kontakt-Mechanik (siehe Bild rechts und unten).

Gaming-Tastatur: Aufbau eines Cherry MX Brown Quelle: Cherry
Funktionsweise Cherry MX RGB Brown (haptisch taktiler Schalter)
Gaming-Tastatur: Aufbau eines Cherry Low-Profile-Schalters Quelle: Cherry
Cherrys Tastenschalter mit Low-Profile-Bauform arbeiten auf Àhnliche Weise wie die regulÀren Pendants. SIe sind aber leiser und bieten kurze Auslöse- und Hubwege.

Ein weiterer Schaltertyp, mit dem vor allem neue Gaming-Tastaturen immer öfter bestĂŒckt werden, ist der Optische Switch, der auch als opto-mechanischer Tastenschalter bezeichnet wird. Diese Schaltervariante kommt ohne die Prellzeit aus, die bei Kontaktschluss normalerweise auftritt. Die Prellzeit bezeichnet die Dauer in Milli- oder Nanosekunden, die ein (Tasten-)Schalter oder ein Relais zum vollstĂ€ndigen Wechsel zwischen „Kontakt geöffnet“ respektive „Kontakt geschlossen“ – sowie umgekehrt – benötigt.

Bei Razers opto-mechanischer Schalterkonstruktion beispielsweise befindet sich im StĂ¶ĂŸel eine Aussparung, durch die nach dem festgelegten Auslöseweg ein Infrarotlichtstrahl dringt. Der trifft auf dann auf einen Sensor, der wiederum den Auslösevorgang erkennt und dann das Auslösen der Taste veranlasst, indem er ein Signal zu PC sendet.  

Mit der hier getesteten Vulcan Pro Optical (siehe Testtabelle) sowie der Roccat Vulcan TKL Pro (kompakte Variante ohne Mittelblock, die Profilwahl- und Makrotasten) dagegen gibt Roccats Titan Switch Optical sein DebĂŒt. Roccats eigener optischer Tastenschalter verfĂŒgt ebenfalls nicht ĂŒber metallene Kontakte und löst mittels einer Lichtschranke aus, die im Boden des SchaltergehĂ€uses verbaut ist.

BetĂ€tigt der Nutzer nun die Taste, wird der Stempel nach unten gedrĂŒckt und unterbricht den Lichtstrahl. Dadurch wird das jeweilige Zeichen ausgelöst respektive das Signal fĂŒr das Auslösen der Taste via USB-Anschlusskabel zum PC geschickt. Diese Technik macht den Switch langlebiger und schneller als herkömmliche Tastenschalter. Laut Roccat sind Tastaturen mit dem Titan Switch Optical bis zu 40 Mal schneller als Keyboards mit herkömmlichen mechanischen Schaltern.

Quelle: Roccat
Der Hubweg des Titan Switch Optical liegt bei 3,6 mm, er löst nach 1,4 mm aus und die Kraft, die dafĂŒr benötigt wird betrĂ€gt 45 cN. Die Feder im Inneren sorgt fĂŒr das taktile GefĂŒhl beim BetĂ€tigen der Taste.
Razers ist nicht der erste Hersteller, der seiner Gaming-Tastatur opto-mechanische Schalter spendiert. Tesoro prÀsentierte schon Ende 2017 mit der Gram Spectrum SE den Tesoro Optical Switch.
Razers ist nicht der erste Hersteller, der seiner Gaming-Tastatur opto-mechanische Schalter spendiert. Tesoro prÀsentierte schon Ende 2017 mit der Gram Spectrum SE den Tesoro Optical Switch.

Mittlerweile sind optische Tastenschalter bei mindestens einem Modell in der Angebotspalette bekannter Peripheriehersteller zu finden. Asus zum Beispiel prĂ€sentiert mit der ROG Strix Scope RX, unserem Tipp fĂŒr sparsame Spieler, die opto-mechanischen ROG RX Red-Switches. Der Nachfolger des TUF-Optical-Mech-Tasters (siehe Bilder weiter unten) verfĂŒgt ĂŒber ein hohl-quadratisches Schaftdesign mit eingebettetem zentral positionierten RGB-LED, das fĂŒr eine optimale Ausleuchtung der Tastenkappe sorgt. Des Weiteren garantiert der von Asus entwickelte X-Stabilisierungsmechanismus gleichbleibend stabile TastenanschlĂ€ge ohne den sogenannten „Key Wobble“.

Corsair prĂ€sentiert mit dem neuen Tastaturflaggschiff K100 RGB ebenfalls den ersten hauseigenen Tastenschalter mit optisch-mechanischem Funktionsprinzip. Der lineare Corsair OPX löst bereits nach 1,0 mm aus (Auslösedruck: 45 cN), der Hubweg betrĂ€gt 3,2 mm BetĂ€tigungsweg und sein GehĂ€use ist transparent. Wie bei allen anderen optischen Tastern entsteht auch hier nur sehr wenig Reibung, sodass Corsair bis zu 150 Millionen BetĂ€tigungen garantiert. Ein weiterer Hersteller, der seine Gaming-Keyboards mit optischen Tastern bestĂŒckt ist Tesoro. Hier gab der Tesoro Optical Switch bereits Ende 2017 mit der Gram Spectrum SE sein DebĂŒt.

Der grĂ¶ĂŸte Vorteil einer  mechanischen Gaming-Tastatur sind ihre Tastenschalter, die auch nach den von den Herstellern garantierten BetĂ€tigungszahlen im zweistelligen Millionenbereich noch ihre genau definierten Eigenschaften besitzen: Die zum Auslösen der Taste notwendige Kraft (Aktivierungsdruck), die in Messeinheiten wie Gram-force (gf) oder Zenti-Newton (cN) angegeben wird, ist klar definiert und bleibt konstant.

Der Auslöseweg, also der Weg bis zum Auslösepunkt sowie der Hubweg bis zum Anschlag, sind ebenfalls genau in Millimetern, vorgeschrieben. Diese Werte variieren je nach Schaltertyp, der oft durch eine spezielle Farbcodierung der StĂ¶ĂŸel (siehe unten) angezeigt wird. Dazu kommen festgelegte Schaltereigenschaften, sodass KĂ€ufer eine sehr individuelle Wahl treffen können.

Gaming-Tastatur: Aufbau eines Cherry Viola Quelle: Cherry
Bei Cherrys erst Anfang 2020 auf den Markt gebrachtem Viola-Switch kommt das neue V-Shape-Kontaktsystem zum Einsatz.

Jeder, der aktuell in Gaming-Tastaturen verbauten Tastenschalter hat also seine individuellen Eigenschaften. Im Gegensatz zu Rubberdome-Tasten, bei welchen sich das Anschlagsverhalten nach lĂ€ngerem Gebrauch Ă€ndert und schwerer oder ungenauer werden kann, bleibt dieses bei mechanischen Tastaturen konstant. Auf diese Weise kann der Nutzer seine Feinmotorik auf die Gaming-Tastatur einstellen und hat diese dann optimal im GefĂŒhl. In der Praxis bedeutet das, dass der Auslösepunkt spĂŒrbar ist und die Taste respektive der Tastenschalter nur noch bis zum Auslösepunkt betĂ€tigt, jedoch nicht mehr zum Anschlagspunkt durchgedrĂŒckt werden muss (Bottom Out). Gummidom-Taster sind dagegen nicht oder nur mĂ€ĂŸig taktil und mĂŒssen deshalb stets durchgedrĂŒckt werden. Dazu kommt, dass die Angabe eines prĂ€zise definierten Aktivierungsdrucks hier nicht möglich ist, da sich dieser bei Langzeitbenutzung Ă€ndert. 

Technische Vorteile durch NKRO – N-Key Rollover

Ein weiterer technischer Vorteil einer mechanischen Gaming-Tastatur, der auch oft von den Herstellern beworben wird, ist die Möglichkeit des sogenannten N-Key Rollover (NKRO). NKRO bedeutet, dass theoretisch alle Tasten gleichzeitig gedrĂŒckt werden können, ohne dass dies zu Key-Blocking fĂŒhrt. Von Key-Blocking spricht man dann, wenn die Tastatur kurzzeitig gar keinen Tastendruck mehr erkennt, weil zu viele Tasten gleichzeitig betĂ€tigt werden. Die Zeiten in denen der NKRO lediglich ĂŒber den PS/2-Port realisierbar war, sind jedoch vorbei.

Mittlerweile beherrscht die aktuelle Generation mechanischer Gaming-Tastaturen, wie die von uns getestete Steelseries Apex Pro, Logitech G915 Lightspeed oder die Ducky Shine 7 PBT uneingeschrĂ€nkten Key-Rollover (NKRO) am USB-Anschluss. Bei einigen Modellen beschrĂ€nkt der Hersteller den Key-Rollover jedoch auf 18KRO oder 16KRO. Wie die Praxis gezeigt hat, ist das Optimum oder ein zweistelliger Key-Rollover nicht unbedingt notwendig. FĂŒr die meisten Spiele und Anwendungen reicht der 6KRO locker aus, wobei 6KRO bedeutet, dass nur sechs regulĂ€re oder vier modifizierende Tasten („Alt“, „Shift“, „Strg“, Windows- oder Fn-Tasten) gleichzeitig gedrĂŒckt werden können.

Krachmacher gegen Leisetreter

Geht es um die GerĂ€uschentwicklung beim Spielen oder Schreiben, dann ist eine Gaming-Tastatur mit Gummidom-Schaltern mit wenigen Ausnahmen leiser als eine mechanische Gaming-Tastatur. Eine hohe GerĂ€uschentwicklung ist also ein Kritikpunkt, den sich Gaming-Tastaturen mir mechanischen Tastenschaltern gefallen lassen mĂŒssen. Das zeigt auch die Lautheitsmessungen rechts, bei der mit Ausnahme der Hama Exodus 700, deren Gummidom-Schalter ein Klick-GerĂ€usch produzieren (Semi mechanische Schalter), alle Gaming-Tastaturen mit Rubberdome-Schalter deutlich leiser sind als die mechanischen Keyboards.

Dabei ist es nicht nur das Klick-GerĂ€usch bei den akustisch taktilen Tastenschaltern, was die hohe Lautheit ausmacht. Beim krĂ€ftigen Tastendruck ist auch das Auftreffen des StĂ¶ĂŸels am Anschlagspunkt klar zu hören. Dazu kommen nervige, durch das Schwingen der Platine im Inneren der mechanischen Gaming-Tastatur verursachte Ping-Töne, die vorwiegend beim HerunterdrĂŒcken der Tasten auf der unteren Reihe des Hauptfeldes entstehen. Mit Cherrys MX-Silent-Schaltern und Taster mit Low-Profile-Bauweise gibt es aber auch löbliche Ausnahmen, was ungewollte NebengerĂ€usche bei mechanischen Tastenschaltern betrifft. 

Gaming-Tastatur: Benchmarks zur LautstÀrke von Keyboards Quelle: PC Games Hardware
Mechanische Gaming-Tastaturen produzieren beim Tippen eine hörbar höhere GerÀuschkulisse als Gummidom-Keyboards. Die Lautheit kann sogar in Sone gemessen werden, wobei ein niedrigerer Sone-Wert einer geringeren Lautheit entspricht.

Cherry MX, Kailh und CO. – worin sich mechanische Tastenschalter unterscheiden können

Gaming-Tastatur: Schaubild Cherry MX Red Quelle: PC Games Hardware
Der Cherry MX RED beispielsweise ist ein linearer Switch ohne Klick-GerÀusch.

In den Produktbeschreibungen der Gaming-Tastatur findet sich immer auch die Angabe, welche Tastenschalter verbaut sind. Je nach genutzter Technik fallen die Auslöse- und Hubwege lĂ€nger oder kĂŒrzer aus, klickt der Taste oder ist sie leise. HĂ€ufig findet man bei den Tastenschaltern, auch Switches genannt, die Angabe „taktil“ oder „linear“, bisweilen auch „clicky“. Das bedeutet die Einteilung:

  • Lineare Tasten: Tasten, respektive Tastenschalter mit direktem Weg bis zum Anschlagspunkt und ohne hör- oder spĂŒrbares Feedback beim Erreichen des sogenannten BetĂ€tigungspunktes, also jenem Punkt, an dem die Kontakte am Schalter geschlossen werden und die Gaming-Tastatur den Tastendruck dadurch registriert.
  • Taktile Tasten: Tasten bzw. Tastenschalter, deren Auslösepunkt meist nach der HĂ€lfte des Hubwegs klar spĂŒrbar (haptisch taktil) ist. ZusĂ€tzlich können taktile Tasten auch ein akustisches Feedback per Klick-GerĂ€usch geben (akustisch taktil).
  • Clicky Tasten: Tasten/Tastenschalter, die am Auslösepunkt nicht nur eine spĂŒrbare (haptische), sondern auch eine in Form eines Klick-GerĂ€usches deutlich hörbare RĂŒckmeldung (akustisch taktil) geben. Genau genommen sind Clicky Tasten sogar doppelt taktil.
Gaming-Tastatur: Schaubild Cherry MX Blue Quelle: PC Games Hardware
Der Cherry MX BLUE ist ein taktiler Tastenschalter mit akustischem Feedback.

Die grĂ¶ĂŸte und bekannteste Gruppe mechanischer Tastenschalter bildet Cherrys MX (RGB) Modellpalette. Die Tastenschalter des deutschen Traditionsherstellers unterscheiden sich bezĂŒglich ihrer BetĂ€tigungskraft (MX Red: 45 gf, MX Black: 60 gf, MX Green: 80 gf) sowie ihrer Schaltercharakteristik, da sie teils linear, teils haptisch taktil oder gar doppelt, also haptisch und akustisch taktil sind. WĂ€hrend lineare Schalter (Farbcodierung: Rot/Hellrot, Schwarz, Silber) auf eine RĂŒckmeldung bei Erreichen des Auslösepunktes nach 2 Millimetern des gesamten Hubwegs verzichten (der Anschlagspunkt ist bei allen Cherry-MX-Schaltern nach 4 Millimetern erreicht), geben die braunen, transparenten und grauen Cherrys ein spĂŒrbares Feedback – Cherry-MX-Blue/Green-Schalter machen sich zusĂ€tzlich noch durch ein Klick-GerĂ€usch bemerkbar.

Gaming-Tastatur: Schaubild Cherry Low-Profile Quelle: Cherry
Cherry hat den schnellen und linearen MX-Low-Profile-RGB-Speed-Tastenschalter (Auslösepunkt nach 1,0 mm bei 3,2 mm Gesamthub) fĂŒr flache Gaming-Tastaturen entwickelt.

In den letzten Jahren hat Cherry aber noch weitere, speziell fĂŒr Gaming-Tastaturen konzipierte Switches auf den Markt gebracht. Mit den Tastenschaltern MX-RGB-Silent-Reihe stellte der Hersteller lineare Switches vor, die nachweislich besonders gerĂ€uscharm zu Werke gehen und, wie die Lautheitsmessung oben demonstriert, nicht lauter als Gummidom-Tastenschalter sind. 

Im letzten Jahr ĂŒberraschte Cherry dann erneut mit einem innovativen Tastenschalter, dem MX RGB Low Profile Switch. Der ist vor allem fĂŒr flache mechanische Gaming-Tastaturen konzipiert und im Vergleich mit den regulĂ€ren Modellen in der Höhe um 35 Prozent reduziert. WĂ€hrend der Cherry MX Low Profile RGB Red mit einem Auslösepunkt nach 1,2 mm (Gesamthub: 3,2 mm) auch anderen Herstellern zur VerfĂŒgung steht, ist die Speed-Variante mit einem verkĂŒrzten Auslösepunkt nach 1,0 mm (Gesamthub: 3,2 mm) vorerst nur in Corsairs Modellpalette mechanischer Keyboards zu finden. Sein DebĂŒt gab der Taster dann auch mit der von uns getesteten Corsair K70 RGB MK.2 Low Profile Rapidfire. 

Gaming-Tastatur: Beispielbild Tastenschalter 01
Neue Tastenschaltervarianten Teil eins (Quelle: PC Games Hardware)
Gaming-Tastatur: Beispielbild Tastenschalter 02
Neue Tastenschaltervarianten Teil zwei (Quelle: PC Games Hardware)

Mittlerweile hat Cherry allerdings von vielen Tastenschalterherstellern Konkurrenz bekommen. Der in China ansĂ€ssige Hersteller Kailh beispielsweise bietet Switches an, die man durchaus als Cherry-Derivat oder -Klon bezeichnen kann. Die zum Einsatz kommenden Kontaktechnik sowie der Aufbau von GehĂ€use und StĂ¶ĂŸel sind fast identisch mit der Cherry-Vorlage und genauso wie Cherry-MX-Switches sind auch jene von Kailh nach Farben sortiert. Die Geschwindigkeits-Schalter beispielsweise gibt es in Silber, Kupfer, Bronze und Gold. Die Farbcodierung zeigt dabei an, wie hoch der Auslösedruck ist, ob der Kailh-Switch (akustisch) taktil oder linear ist und ob die Schalterwege (Weg zum Auslösepunkt und Hubweg) regulĂ€r oder verkĂŒrzt ausfallen. 

Ein weiterer Hersteller von Gaming-Tastaturen, der auf eine eigene Schalterfertigung setzt, ist Razer. Die ersten Black Widow Gaming-Keyboards waren zwar noch mit Cherry-Schaltern bestĂŒckt, ab 2014 bot der Peripheriespezialist mit dem Razer Green (clicky und tactile), dem Razer Orange (tactile und silent) sowie dem Razer Yellow (linear und silent) drei selbst entwickelte und produzierte mechanische Tastenschalter an. Mit den bereits erwĂ€hnten Razer Clicky Optical und Linear Optical prĂ€sentierte man Mitte 2018 dann sogar die ersten optischen Tastenschalter.

Weitere Anbieter von mechanischen Gaming-Tastaturen, die ihre Tastenschalter nicht oder nicht mehr bei Cherry, Kailh, Gateron oder Outemu einkaufen, sondern selbst herstellen, sind Roccat (Titan Switch), Asus (TUF Optical-Mech Switch), Qpad (2 in 1 Switch) und Steelseries (Omnipoint Switch).

Selbstbautastaturen mit freier Tastenschalterwahl

Eine gewisse Sonderstellung nehmen sogenannte Selbstbautastaturen oder DIY-Keyboards ein. Das sind mechanische Gaming-Tastaturen, bei denen Sie jeden einzelnen Switch ohne Lötarbeiten auf die Platinen stecken können. Das ermöglicht ganz individuelle Kombinationen von Tastenschaltern, da Sie sogar verschiedene Schaltertypen auf einer Platine unterbringen können.

Glorious PC Gaming Race beispielsweise bietet das Chassis und die Platine des GMMK fĂŒr ca. 75 Euro an, ein Set aus 120 Schaltern von Kailh oder Gateron kostet je rund 45 Euro und fĂŒr die Tastenkappen werden ca. 20 Euro fĂ€llig. Logitech hat mit dem Pro X Keyboard (ca. 150 Euro) ebenfalls eine DYI-Variante im Portfolio und verlangt fĂŒr das Set an GX Blue (klickend), GX Brown (taktil) oder GX Red (linear) Switches je 50 Euro.  

Dank der ungebrochenen PopularitÀt der mechanischen Gaming-Keyboards kommen auch immer wieder neue Schalterhersteller, Eigenproduktionen oder technische Schalterinnovationen auf den Markt. Wer genau wissen will, welche Eigenschaften diese oder bereits erhÀltliche Tastenschaltermodelle haben, der findet auch immer auf den Websites der Hersteller hilfreiche Beschreibungen.

Gaming-Tastatur: Einzelteile eines Keyboards zum selbst zusammenbauen
Bei der Selbstbau­tastatur von Glorious PC Gaming Race können Sie die nicht gelöteten Tastenschalter beliebig austauschen. Hier ist dann sogar eine MischbestĂŒckung möglich.

Funk, Bluetooth, kabelgebunden – macht das einen Unterschied?

Wer sich eine mechanische Gaming-Tastatur kaufen möchte, wird feststellen, dass es diese mit wenigen Ausnahmen wie die Logitech G613, Corsair K63 Wireless oder Logitech G915 nur als kabelgebundene USB-Version gibt. Der einfachste Grund dafĂŒr ist, dass die Keyboards sonst zu teuer wĂ€ren, da sie zusĂ€tzlich mit einem Akku sowie einem 2,4-GHz– oder Bluetooth-Controller bestĂŒckt werden mĂŒssten. Mit der Logitech G915 steht jetzt endlich die erste drahtlose Gaming-Tastatur bereit, die sogar mit einer programierbaren RGB-Einzeltastenbeleuchtung ausgestattet ist – Logitechs neue, besonders stromsparenden Lightspeed-Übertragungstechnik macht dies möglich.

Generell ist gerade fĂŒr PC-Spieler eine Tastatur mit USB-Anschluss am empfehlenswertesten, obwohl mittlerweile dank neuer Techniken wie Lightspeed (Logitech), Hyperspeed (Razer) oder Slipstream (Corsair) eine stromsparende drahtlose Übertragung mit einer Signalrate von 1.000 Hz möglich ist. Bei der Übertragung per Bluetooth oder Funk (2,4 GHz) kann es aber trotzdem zu Verzögerungen kommen. Anderweitige Funk-Signale oder Wellen (das gilt sogar fĂŒr die Mikrowelle) können Störungen verursachen. Wer also sichergehen will, dass seine Befehle per Tastendruck schnellstmöglich im Spiel ankommen, greift zu einer kabelgebundenen mechanischen Tastatur.

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Ein weiterer Nachteil, der beim Kauf einer kabellosen Gaming-Tastatur ab und an vergessen wird, ist, dass das Keyboard mit Batterien betrieben wird, die nach einer gewissen Zeit leer sein werden. Damit das nicht mitten im Spiel zu Frust fĂŒhrt, sollte man zumindest stets die passenden Ersatzbatterien parat haben. Bei vielen in den letzten Monaten auf den Markt gekommenen kabellosen Gaming-Tastaturen ist sogar ein interner Akku eingebaut, der per USB-Kabel – meist ist an der Tastatur ein Mikro- oder Mini-USB-Anschluss vorhanden – aufgeladen wird. Hier sparen Sie sich zwar den Batteriekauf, ist der Akku jedoch leer, muss die Gaming-Tastatur auch ans Ladekabel, sodass Sie temporĂ€r auf Ihre kabellose Freiheit verzichten mĂŒssen. 

FĂŒr den ruhigeren Zocker beziehungsweise denjenigen, der sein Keyboard auch viel zum Schreiben verwendet, sind Funk- oder Bluetooth-Tastaturen definitiv eine Option und haben den Vorteil, dass Sie Ihren Rechner auch auf grĂ¶ĂŸere Entfernung bedienen können. Wer beispielsweise seinen PC oder Laptop als Multimedia-Center (HTPC) in Kombination mit seinem Fernseher nutzt, fĂŒr den ist eine Bluetooth- oder Funk-Tastatur die komfortablere Wahl, da er mit dieser den Multimedia-PC von der Couch aus bedienen kann. Besonders angenehm sind fĂŒr diesen Zweck Multimedia-Tastaturen mit integriertem Touchpad wie Corsairs K83 Wireless oder Logitechs Wireless Touch Keyboard K400 Plus und Multimedia-Knöpfen oder Reglern fĂŒr LautstĂ€rke und Co. 

Gaming-Tastatur: Asus TUF Gaming K7
Wenn eine mechanische Gaming-Tastatur ĂŒber eine Tastenbeleuchtung im RGB-Farbraum (16.7 Millionen Farben) verfĂŒgt, muss jede einzelne Taste per Hardware/Software individuell beleuchtet werden können. Außerdem muss die Beleuchtung abschaltbar sein.

Gaming-Tastatur-Design: RGB, neue Farben, Tenkeyless und Multimedia-Tasten

Mittlerweile gibt es kaum eine mechanische Gaming-Tastatur mehr, die nicht ĂŒber eine RGB-Beleuchtung verfĂŒgt. Die wird mithilfe einer LED oder Diode realisiert, die am oder im Tastenschalter montiert ist und 16,7 Millionen Leuchtfarben (RGB-Farbraum) darstellen kann. Per Tastenkombination (Fn-Umschalttaste) oder der passenden, anwenderfreundlichen Software (Angaben zum Download und der Bedienung der Tastenkombis liegen den GerĂ€ten grundsĂ€tzlich bei) können nach Belieben Farbeffekte (Regenbogen, Farbwechsel, Sternenhimmel, Visier, Spiraleffekt, etc.) eingestellt oder aber einzelne Tasten zur besseren optischen Wahrnehmung wĂ€hrend des Spielens beleuchtet werden. Gerade die Möglichkeit der individuellen Beleuchtungsprogrammierung ist fĂŒr den Gamer besonders wichtig und steht bei Gummidom-Tastaturen nicht zur VerfĂŒgung. ZusĂ€tzlich sollten Sie darauf achten, dass die RGB-Einzeltastenbeleuchtung im Idealfall ohne Software per Knopfdruck gedimmt werden kann und deaktivierbar ist – das ist nĂ€mlich lĂ€ngst nicht bei allen Gaming-Keyboards der Fall.

Gaming-Tastatur: Razer Huntsman Tournament Quelle: PC Games Hardware
Bei der fĂŒr den E-Sport konzipierten Huntsman Tournament Edition verzichtet Razer auf den Nummernblock. Damit gehört das mit Razers Linear Optical Tastenschaltern bestĂŒckte Gaming-Keyboard zu den sogenannten Tenkeyless-Tastaturen, kurz TKL-Keyboards.

Tenkeyless-Tastaturen verzichten auf den Nummernblock. So wird das Keyboard kleiner und ist dadurch fĂŒr rĂ€umlich beschrĂ€nkte Schreibtische oder auch zur Mitnahme besser geeignet.

Schwarze Keyboards oder Modelle mit metallicfarbenem Korpus sind zwar immer noch die am hĂ€ufigsten verbreitete Variante, doch ab und an schleichen sich bereits andersfarbige Tastaturen in die Sortimente. So beispielsweise die Quartz-Edition von Razer ganz in RosĂ©, die Tesoro Gram Spectrum in Weiß oder die Roccat Vulcan 122 Aimo mit AluminiumoberflĂ€che. 

Optisch im Trend sind derzeit sogenannte freistehende Tastenschalter. Die hat Corsair mit der K70 eingefĂŒhrt und sie sind bei einem Großteil aller mechanischen Tastaturen des Herstellers wie bei der K95 Platinum RGB, der K70 RGB, der K65  RGB, der K63 und der Strafe zu finden. Hier liegen die Tastenschalter nicht innerhalb des Gaming-Tastatur-GehĂ€uses, sondern stehen ein StĂŒck weit heraus (siehe Razer Huntsman Tournament Edition) und geben so den Blick auf die Technik frei. Das hilft einerseits bei der Reinigung, andererseits wirkt dadurch die Beleuchtung intensiver, da einiges an Licht unterhalb der Tastenkappe emittiert.

Gaming-Tastatur: Rosé-farbenes Keyboard aus der Razer Quartz Collection Quelle: Razer
Es muss nicht immer Schwarz sein – und die Peripherie darf mittlerweile gern zum persönlichen Stil passen. Also gibt es in der Quartz-Kollektion von Razer eine rosĂ©-farbene Gaming-Tastatur.

Designpunkte, auf die man beim Kauf achten sollte

In Bezug auf die Tasten und Tastenfelder (NUM-Block, Makro-Block, Mittelblock oder Haupttastenfeld) gibt es ebenfalls einige Punkte, auf die man beim Kauf einer Gaming-Tastatur achten sollte. Hierzu gehören beispielsweise dedizierte Multimedia-Tasten, also solche, mit denen man beispielsweise ohne große UmstĂ€nde die LautstĂ€rke regeln und den Media-Player bedienen kann. Ohne große UmstĂ€nde heißt in diesem Fall: ohne eine umstĂ€ndliche Bedienung per Fn-Umschalttaste sowie doppelt belegte F-Tasten. Mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger fĂŒr den PC-Gamer sind separate Makro-Tasten, oft auch G- oder M-Tasten genannt, die man individuell mit den entsprechenden Makros fĂŒr die PC-Spiele belegen kann. 

FĂŒr eine komfortable Nutzung ohne Momente des Ärgernisses, weil man Tasten betĂ€tigt, die nicht betĂ€tigt werden sollen, sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die einzelnen Tastenblöcke auf dem Keyboard ausreichend Abstand zueinander haben. Liegen beispielsweise die Makro-Tasten zu nah am Haupttastenblock, kann es schnell passieren, dass man ein Makro zĂŒndet, statt die Großschreibung zu aktivieren oder den Esc-Knopf zu drĂŒcken. RĂŒckt die F-Tastenreihe zu nah ans Hauptastenfeld, löst man gerade als Blindschreiber schnell ungewollt die F-Tasten anstelle der Zahlen auf der obersten Reihe des Haupttastenfeldes aus. 

Ansonsten sollte man beim Gaming-Tastatur-Design noch darauf achten, dass seitlich oder vorn am Chassis USB- und Sound-AnschlĂŒsse angebracht sind. So können weitere GerĂ€te wie das Headset, Boxen, Gamepads, MĂ€use oder ein Tischmikrofon bequem angebracht und schnell aus- und eingesteckt werden. Wer außerdem viele Stunden vor der Tastatur verbringt oder das GerĂ€t auch zum Schreiben und fĂŒr Anwendungen wie MS Office nutzt, fĂŒr den empfiehlt sich eine ausreichend groß dimensionierte Handballenablage. Durch die Handballenablage liegt der untere Bereich der Hand ergonomisch und somit entspannt auf – dadurch werden Unannehmlichkeiten wie SehnenscheidenentzĂŒndungen oder eine Verkrampfung des Handgelenks und Unterarms deutlich minimiert.

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