Quelle: Razer
Razer Huntsman TE (links); Razer Huntsman Elite (Mitte hinten); Razer Huntsman V2 Analog (rechts); Razer Huntsman Mini Analog (Mitte vorn)

Egal ob Full Size, mit eingesparten Nummernblock (Tenkeyless) oder im 60-Prozent-Format, Razers Gaming-Tastaturen der Huntsman-Modellreihe haben eine technische Gemeinsamkeit: Die Tastenschalter lösen nicht per elektrischem Kontaktschluss, sondern optisch durch Licht aus. Sein Debüt gab der Razer klickende optische Switch (Violett) mit der ersten Razer Huntsman Elite im Juni 2018. Mit der später veröffentlichten regulären Razer Huntsman und der Razer Huntsman Tournament Edition (TKL) führte der Hersteller die zweite Schaltervariante ein, den linearen optischen Switch (Rot).  

Sowohl der akustisch und haptisch taktile, als auch der lineare und leichtgängige optische Razer-Tastenschalter ist dann auch bei der Razer Huntsman V2 sowie der kleinsten Huntsman-Tastatur mit 60-Prozent-Format, der Razer Huntsman Mini wiederzufinden. Anfänglich war die Razer Huntsman Mini allerdings nur mit ANSI-Tastenlayout für den englischsprachigen Raum erhältlich. Ende 2021 folgte dann die deutsche ISO-Variante der Huntsman Mini, deren weiterentwickelten linearen (roten) optischen Tastern Razer mehr Schmiere und Dämpfungsringe aus Silikon spendiert. Mit der seit kurzem erhältlichen Razer Huntsman Mini Analog präsentiert der Peripheriespezialist eine weitere 60-Prozent-Huntsman-Tastatur, die mit dem technisch am weitesten entwickelte Razer-Tastenschalter, dem Analog Optical Switch, bestückt ist. Dieser Tastenschalter, den Razer mit dem Marktstart der Razer Huntsman V2 Analog einführte, ist drucksensitiv, das heißt, er registriert den Weg, um den er betätigt wird. Die Tatsache, dass Razer die Huntsman Mini Analog mit dem hauseigenen Schalter-Flaggschiff bestückt, macht sie zu einem sehr kompakten Gaming-Keyboard, das der Konkurrenz bei der Schaltertechnik etwas voraushat.  

Razer Huntsman Mini Analog: Technische Details und Ausstattung

Technische Daten

Bevor wir Ihnen die Details zur Ausstattung, der sehr fortschrittlichen Tastenschaltertechnik und dem besonderen Format der Razer Huntsman Mini Analog liefern, präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle zunächst die wichtigsten technischen Angaben:

  • Anschlussart: Kabel (USB-C auf USB-A 3.0), ca. 1,95 m Länge
  • Beleuchtung: Razer Chroma RGB Einzeltastenbeleuchtung mit 16,8 Millionen Farben
  • Verfügbare Tastenschalter: Razer Analog Optical Switch (drucksensitiv, 54,0 cN – 74,0 cN, 1,5 mm bis 3,6 mm Auslöseweg [0,1 mm Stufen], Anschlag: 3,6 mm, zwei Auslösepunkte definierbar, schwarzes Schaltergehäuse)
  • Lebensdauer: 100 Millionen Tastenanschläge
  • Makro: Programmierbare Tasten mit On-the-fly-Makro-Aufnahme
  • Speicher: Hybrid On-Board- und Cloud-Speicher für bis zu 5 Profile
  • Weitere Extras: N-KeyRollover, 1.000 Hz Polling-Rate, Doubleshot ABS-Tastenkappen, Aluminiumgehäuse, mit Stoff ummanteltes Anschlusskabel, Taste für die Profilwahl, zweifache Höhenverstellung

Razer Huntsman Mini Analog - Ausstattung: Gut, aber weniger Extras als bei den Großen

Im Vergleich mit ihren großen Brüdern Huntsman V2 (Analog) und Huntsman Elite fehlen der sehr kompakten Razer Huntsman Mini Analog mit 60 Prozent-Format 43 Tasten (F-Tastenreihe sowie Nummern- und Mittelblock) sowie ein separater Lautstärkeregler. Trotzdem kann die Ausstattung des Tastaturzwergs mit der vieler Gaming-Tastaturen mit Standardformat (105 Tasten) mithalten. Ein Grund dafür ist, dass Razer 33 der 62 Tasten eine Doppelbelegung spendiert, die Sie durch die Betätigung der fn-Taste aktivieren. Zu den Sekundärfunktionen der Razer Huntsman Mini Analog gehören unter anderem 5 Medientasten, ein Knopf für den Gaming-Modus sowie eine Taste für die Makro-Direktaufzeichnung und die Profilwahl.

Quelle: Razer

Vom drahtlosen Betrieb, einer Handballenauflage, separaten Medientasten und einem Lautstärken/Multifunktionsregler (Huntsman V2 [Analog], Huntsman Elite) abgesehen, bietet die Ausstattung der Razer Huntsman Mini Analog fast alles, was der Spieler von einer sehr kompakten 60 Prozent-Gaming-Tastatur im Preisbereich ab 100 Euro erwartet. Dazu gehört zunächst die optisch auffällige und programmierbare Einzeltastenbeleuchtung im vollen RGB-Farbspektrum mit 16,8 Millionen Farben. Die ist zu Razers sehr umfangreichem ChromaRGBBeleuchtungskosmos kompatibel und per Schnellauswahl oder im Chroma-Studio der Synapse-Software können Sie für jedes Profil einen von 11 Effekten sowie weitere Optionen wie Laufrichtung, Dauer oder Geschwindigkeit einstellen und speichern. 

Um die Beleuchtungseinstellung für bis zu 5 Profile abzuspeichern, ist die Razer Huntsman Mini Analog mit einem Hybrid-Onboard- und Cloud-Speicher ausgestattet. Das bedeutet in der Praxis, dass alle für ein Profil per Synapse-Software getätigten Einstellungen im Speicherchip der Gaming-Tastatur und in der Razer-Cloud geparkt werden und damit an jedem Rechner verfügbar sind. Voraussetzung ist allerdings, dass dort Razers sehr umfangreiche und anwenderfreundliche Synapse-Software installiert ist und Sie sich registriert haben respektive den Gastzugang nutzen. Neben den Beleuchtungsoptionen und den Profileinstellungen inklusiver Profilwahltaste (fn + Menütaste) finden auch als Makros programmierte Tastenkombinationen Platz im internen Speicher der Razer Huntsman Mini.

Die Makrofunktion der sehr kompakten Razer Huntsman Mini Analog steht der ihrer großen Brüder und anderen Gaming-Tastaturen mit Standardformat in nichts nach. Wie bei allen Razer Tastaturen mit diesem Feature lassen sich auch hier Makros per Makro-Editor in der Software programmieren oder mit der vorhandenen On-the-fly-Makro-Aufnahmefunktion direkt per Tastenkombination (fn-Umschalter + Z-Taste mit M-Symbol) aufzeichnen und dann einer Taste sowie dem aktuell gewählten Profil zuordnen. Anders als beispielsweise bei der Black Widow V3 Mini Hyperspeed mit 65 Prozent Format finden Sie bei der Razer Huntsman Mini Analog unter den vielen Doppelbelegungen keine Tasten, deren Sekundärfunktion für Makros reserviert ist. Wer jedoch viel mit Makros spielt, der kann bei der Razer Huntsman Mini Analog insgesamt 12 Makros auf die Tasten „1“ bis „´“ verteilen, die mit der Sekundärfunktion (fn-Umschalter) „F1“ bis F12 belegt sind. 

Quelle: RazerZur weiteren, von uns mit 2,13 (Note: gut) bewerteten Ausstattung gehören 5 als Doppelbelegung auf die Tasten „Q“ (leiser), „W“ (lauter), „R“ (Abspielen/Pause), „T“ (nächste Titel) und „E“ (vorheriger Titel) gelegte Medientasten und die Razer-Hypershift-Tastenverdoppelungsfunktion. Dazu kommt eine Tastenkombination (Fn + „Z“), mit der Sie den Gaming-Modus aktiviert und gleichzeitig die Win-Taste sperren. Weitere, gerade für Gamer nützliche Extras sind eine Polling-Rate von 1.000 Hz, der NKey-Rollover (alle Tasten können theoretisch gleichzeitig gedrückt werden) und die sogenannte Double-Shot-Tatstenkappen. Die werden nicht nur durch das am oberen Ende des Tastenschalters positionierte LED besser ausgeleuchtet als reguläre Key Caps. Dank des Doubleshot-Gussverfahrens nutzt sich auch ihre Beschriftung niemals ab.  Des Weiteren besitzen die Tastenkappen extra dicke Seiten (siehe Bild links), das macht sie extrem robust und für den auch Dauerbetrieb optimal geeignet.

Der Formfaktor: Sehr kompakt und nur 60 Prozent so groß wie die Standardtastatur

Wie eingangs erwähnt stehen kleine, sehr kompakte Gaming-Tastaturen wie die Razer Huntsman Mini Analog bei PC-Spielern hoch im Kurs. Als Alternative zum Full-Size-Format mit 105 Tasten im Standard MF/ISO Layout, werden Gaming-Keyboards mit folgenden Formaten angeboten und der zuletzt aufgeführte Formfaktor ist bei der Razer Huntsman Mini Analog zu finden:

  • Tenkeyless-, kurz TKL-Format (84 Tasten, kein Nummernblock)
  • 65-Prozent-Format (69 Tasten, kein Nummernblock und beispielsweise 8 Tasten aus dem mittleren Tastenblock [Razer Black Widow V3 Mini Hyperspeed])
  • 60-Prozent-Format (62 Tasten, kein Nummern- und Mittelblock)
Quelle: Razer/PCGH

Razer hat sich bei der Huntsman Mini Analog bewusst für das 60 Prozent-Format mit 62 Tasten entschieden. Einerseits wollte man Gamern und Office-Nutzer eine Tastatur präsentieren, die sich ideal für minimalistische oder kompaktere Gaming Setups eignet, bei denen Platz auf dem Schreibtisch das wichtigste ist. Andererseits lässt sich die 293,3 × 103,3 × 36,8 mm (L × B × H) große und 523 Gramm leichte Razer Huntsman Mini Analog sehr gut in einem Rucksack oder Stoffbeutel transportieren. Die Huntsman Mini Analog ist aber nicht nur ein kompakter, portabler Begleiter für das Spielen Zuhause oder bei Freunden. Die Tastatur ohne Nummern- und Mittelblock kombiniert auch einen minimalen Platzbedarf mit maximaler Präzision.

Für letztere ist der technisch innovative Razer Analog Optical Switch verantwortlich, dessen Auslösepunkt Sie von 1,5 mm bis 3,6 mm (54 cN – 74 cN Aktivierungsdruck) in 0,1-mm-Schritten mit der Synapse-3-Software festlegen und dann zusammen mit einem Profil abspeichern können. Das macht die Razer Huntsman Mini Analog zusätzlich interessant für Schreibarbeiten, da Sie die Schalterwege an Ihr individuelles Tippverhalten anpassen können. Wer allerdings beim Schreiben auch viel die Cursortasten nutzt, der muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Pfeiltasten bei der Razer Huntsman Mini Analog nur als Sekundärfunktion auf den Tasten „I“ (Cursor hoch), „J“ (Cursor links), „K“ (Cursor runter)  und „L“ (Cursor rechts) zur Verfügung stehen. Anfänglich vergisst man schnell, dass man zusätzlich zu den oben aufgeführten Tasten auch den fn-Knopf betätigen muss.

Ein Nachteil von 60-Prozent-Tastaturen, der sich auch bei der Razer Huntsman Mini Analog zeigt, sind die vielen Doppelbelegungen, die nötig werden, weil die komplette F-Tastenreihe sowie die Pfeil- und alle Funktionstasten des Mittelblocks wegfallen. Das erschwert gerade das Schreiben und Arbeiten mit der Tastatur, weil, wie auch im Falle der Razer Huntsman Mini Analog, die Medientasten, die Helligkeitseinstellung, die Makro-Direktaufzeichnung und die Cursortasten als Doppelbelegung auf reguläre Tasten gelegt werden. Razer hat sich für das kompakte Keyboard jedoch ein praktikables System ausgedacht, das mit Ausnahme der 12 F-Tasten auf Dreifachbelegungen verzichtet. Im Gegenzug sind alle Doppelbelegungen auf die Vorderseite der Tastenkappe gedruckt und nach der Betätigung des fn-Umschalters werden alle Tasten mit zweifacher Belegung weiß beleuchtet. Beides ist in abgedunkelter Umgebung hilfreich, sorgt aber auch dafür, dass Fehlgriffe beim Blindschreiben weitestgehend ausbleiben und die Suche nach mit zusätzlichen Funktionen belegten Tasten schnell geht.

Abschließend auch noch ein Wort zur Ergonomie der Razer Huntsman Mini Analog. Optimal ist die natürlich nicht, da eine Handballenauflage fehlt und die Tasten bauartbedingt sehr nahe zusammenliegen. Da das Chassis am vordere Ende jedoch nur 1,5 cm hoch ist und der Abstand zwischen Tastenfeld und der vorderen Gehäusekante gerade 4 mm beträgt, wird die Tischplatte zur Handballenauflage. Eine übergroßes Mauspad, auf dem auch die Tastatur steht, macht das Ablegen der Handballen auf jeden Fall angenehmer. Außerdem sollten Sie für eine ergonomische Handhaltung, bei der die Finger leicht nach vorn hin abfallen, auf die zweistufige Höhenverstellung verzichten.  

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Razer Analog Optical Switch: Tastenanschläge mit variablen Auslösepunkten

Die Razer Huntsman Mini Analog ist eine Synthese aus Razers kleinstem Tastaturformat und dem am weitesten entwickelten Tastenschalter, dem Razer Analog Optical Switch. Razers analoge optische Tastenschalter messen exakt, wie viel Licht durch den Schaft des Schalters dringt, und erkennen so, wie weit die Taste gedrückt wird. Anders als traditionelle Taster ermöglichen Razers analoge optische Switches die Ausführung mehrerer Befehle mit nur einem Tastendruck. Herkömmliche digitale Taster sind dagegen nur in der Lage eine binäre Eingabe (Kontakt offen/geschlossen) zu registrieren und können daher auch nur einen Befehl pro Auslösevorgang ausführen. Die einzigartige Funktionsweise dieses Razer-Tastenschalters bietet dem Gamer gleich 3 Vorteile, die er mit einer herkömmliche Gaming-Tastaturen nicht hat. Diese sind der anpassbare Auslösepunkt, die analoge Eingabe und das zweiphasige Auslösen. Diese Alleinstellungsmerkmale der Razer Huntsman Mini Analog respektive des Razer Analog Optical Switch stellen wir Ihnen nun vor.

Der anpassbarer Auslösepunkt

Quelle: Razer

Bei dem analogen optischen Razer-Switch können Sie selbst bestimmen, nach wie viel Millimetern des gesamten Schalterwegs von 4,0 mm dieser auslöst. Dabei können Sie den auch als Hubweg bezeichneten Weg bis zum Auslösepunkt zwischen 1,6 mm und 3,6 mm einstellen. Die unterschiedlich langen Auslösewege haben ihre ganz eignen Vorteile:

Bei einem kurzen Weg bis zum Auslösepunkt (Bild 1 oben) reagieren die Tasten der Razer Huntsman Mini Analog schneller, direkter und empfindlicher. Ein kurzer Hubweg ist einerseits ideal für Spiele-Genres, bei denen es auf Reaktionsgeschwindigkeit und Tempo ankommt. Andererseits benötigt der Schreiber auch weniger Kraft beim Drücken der Tasten, wenn der Auslösepunkt des analogen optischen Razer-Tastenschalters zwischen 1,5 mm und 1,9 mm festgelegt ist.

Ein mittlerer Tastenhub (Bild 2 oben), bei dem der Auslösepunkt des Tastenschalters bei 2,0 mm bis 2,6 mm liegt, ist eine ausgewogene Wahl für Spieler mit einer guten Mischung aus Tempo und Reaktivität. Mit diesen Einstellungen dürften auch Vielschreiber gut zurechtkommen, die ihre Finger zum Tippen mit dem 10-Finger-System auf den Tasten ablegen. Bei einem kurzen Hubweg kann dies dazu führen, dass Tasten ungewollt ausgelöst werden.

Beim vollen Tastenhub (Bild 3 oben) bei dem der Weg bis zum Auslösepunkt zwischen 2,7 mm und 3,6 mm beträgt, dauert es natürlich länger, bis der Taster auslöst. Haben Sie für die Tastenschalter Ihrer Huntsman Mini Analog einen langen Hubweg eingestellt, fühlt sich der Tastendruck robuster, stabiler und satter an. Unabhängig davon, dass ein sehr später Auslösepunkt den Aktivierungsdruck verstärkt, wird der volle Tastenhub gern von Schreiben benutzt.   

Analoge Eingaben für feinere Bewegungskontrolle

Quelle: RazerJeder Gamer, der schon einmal mit dem Analog-Stick eines Gamepads oder Joystick als Alternative zur Tastatur gezockt hat, weiß, wie intuitiv und wirklichkeitsnah sich damit Bewegungen im Spiel anfühlen. Je weiter Sie einen solchen analogen Steuerknüppel in eine bestimmte Richtung bewegen, desto schneller wird auch die Bewegung Ihrer Spielfigur und desto schärfer nehmen Sie auch die Kurve bei Rennspielen (und umgekehrt). Razers analoge optische Switches arbeiten auf eine ganz ähnliche Art und Weise. Sie ersetzen die rudimentären WASD-Steuerung einer herkömmlichen Tastatur, die nur 8 Richtungen kennt, durch stufenlose Bewegungen und Drehungen um 360.  Daher eignen sich die drucksensitiven, analogen Tastenschalter der Huntsman Mini Analog sehr gut für First Person Shooter (FPS), Rennspiele und Flugsimulatoren.

Zweifache Auslösung für optimiert Aktionen

Quelle: Razer

Der analoge optische Switch von Razer ist technisch in der Lage, bei einem Tastendruck gleich zwei Aktionen zu registrieren. Daher können Sie jeder Taste der Razer Huntsman Mini Analog auch zwei Aktionen zuweisen und beispielsweise in Action-Spielen oder Ego-Shootern die G-Taste mit der Aktion „Granate ausrüsten“ und „Granate werfen“ belegen (siehe Bild). Razers innovative Schaltertechnik, die sich im Gegensatz zu Makros nicht auf eine feste Abfolge von Aktionen beschränkt, bietet auf jeden Fall mehr Flexibilität. Sie können Ihre nächste Aktion verzögern oder gar nicht erst ausführen und so schneller und besser auf das aktuelle Geschehen im Spiel reagieren. Das zweiphasige Auslösen macht Ihr Spiel auf jeden Fall effizienter, vor allem, wenn es darum geht, komplexe Kombos und Skill-Wechsel durchzuführen.

Razer Huntsman Mini Analog: Die Synapse-3-Software als Schaltzentrale

Von der Makro-Direktaufzeichnung abgesehen, müssen alle Einstellungen in der Synapse-Software durchgeführt werden. Da diese aber aufgeräumt, anwenderfreundlich und umfangreich ausfällt, geht das Ändern der Beleuchtungseffekte, das Aufzeichnen und Zuordnen von Makros auf bestimmte Tasten mit wenigen Mausklicks einfach vonstatten.         

Quelle: Razer
Die anwenderfreundliche Synaps-Software wird nicht nur zur Programmierung der Beleuchtung benötigt. Hier verwalten Sie auch die Profile und ordnen den Tasten Makros zu.

Für bunte RGB-Lichttricks steht neben einer Schnellauswahl unter „Beleuchtung“ noch das Chroma-Studio bereit (siehe Bild oben). Hier wählt man unter „Effekt hinzufügen“ die gewünschte Lichtspielerei und bei der Schnellauswahl anschließend die Razer Huntsman Mini Analog aus. Dann kann man festlegen, ob alle oder nur bestimmte Tasten beleuchtet werden sollen und schon ist der Effekt in der Vorschau zu sehen. Zusätzlich können Sie den Beleuchtungseffekt mit dem am rechten Rand aufgeführten Einstellungen modifizieren und abspeichern. Wer ein farblich individuelle Beleuchtung wünscht, kann nach der Auswahl des Effekts „Statisch“ jeder einzelnen Taste mit der unter der Option „Farbe“ eingeblendeten Farbscala per Mausklick eine Beleuchtungsfarbe zuordnen.   

Makros werden im Makro-Manager der Synapse-Software (Reiter: Makro) aufgezeichnet und anschließend mit Bezeichnung gespeichert. Dabei nimmt das Tool auch die Verzögerungen zwischen den Tastendrücken auf und gibt sie beim Abspielen des Makros wieder. Das ist vor allem für die Gamer wichtig, die oft gewissen Tastenkombinationen mit einer zeitlich genau festgelegten Abfolge benötigen. Die Verzögerung wird sogar auch dann registriert und umgesetzt, wenn Sie Makros direkt mit Tastenkombinationen aufzeichnen.

Die Tastenzuweisung der aufgezeichneten Makros erfolgt dann mit der Option „Anpassen“. Per Mausklick können Sie hier jede Taste auswählen, um ihr beispielsweise ein gespeichertes Makro oder eine Tastatur-, Maus- und Multimediafunktion zuordnen. Besonders interessant ist hier das Hypershift-Feature, mit dem jeder Taste eine zweite Funktion oder ein weiteres Makro zugeordnet werden kann. Dazu müssen Sie zuerst eine Taste wählen, der Sie die Funktion „Hypershift“ zuweisen. Ist das erfolgt, funktioniert diese Taste als Umschalter, und wenn sie gedrückt wird, steht die auf die anderen Tasten zugewiesen Sekundärfunktion zur Verfügung. Das Programmieren und Arbeiten mit der Hypershift-Funktion erfordert zwar etwas Übung und Zeit, macht die Razer Huntsman Mini Analog aber zu einer Gaming-Tastatur mit vielen Zusatzfunktionen, die nicht nur beim Spielen, sondern teils auch beim Arbeiten und Schreiben sehr nützlich sind.

Quelle: Razer
Unter dem Reiter "Anpassung" können Sie jeder Taste per Mausklick beispielsweise ein gespeichertes Makro oder eine Tastatur-, Maus- und Multimediafunktion zugeordnen. Mit dem Hypershift-Feature können Sie jeder Taste sogar eine zweite Funktion zuweise. werden.

Razer Huntsman Mini Analog: Kein Krachschläger dank gedämmter Platine

Mechanische Gaming-Tastaturen habe nicht ganz zu Unrecht den schlechten Ruf deutlich lauter als die Modelle mit Gummidom/Membran-Technik zu sein. Vor allem die Taster, die sich am Auslösepunkt fühlbar, aber vor allem durch ein Klick-Geräusch bemerkbar machen, werden von geräuschempfindlichen Spielern gemieden. Lineare Tastenschalter gehen zwar etwas leiser zu Werke, können aber gerade, wenn die Platine mitschwingt, eine Ping-Geräusch produzieren. Dieses Problem ist auch bei Razer bekannt und gerade die Keyboards der Black-Widow-Reihe können vor allem Vielschreiber schon einmal mit Ping-Geräuschen nerven.

Quelle: Razer

Damit dies bei der Huntsman Mini Analog nicht passiert hat Razer deren analoge optische Tastenschalter so leise wie möglich gemacht. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus einem Stabilisatoren pro Taste und Dämpfungsschaum unterhalb Platine (siehe Bild oben). Damit ist die Razer Huntsman Mini Analog zwar noch nicht ganz so leise wie ein Gaming-Keyboard mit Cherrys MX RGB Silent. Beim direkten Vergleich mit der Huntsman Mini, die mit Razers linearen optischen Schaltern (rote Stempelfarbe), bestückt ist, stellt sich die Huntsman Mini Analog als etwas leiser heraus. Das kann auch daran liegen, dass wir beim Schreiben mit dem Tastaturzwerg, den frühestmöglichen Auslösepunkt nach 1,5 mm gewählt haben, und die Tasten dann nur selten noch bis zu Anschlag durchdrücken müssten.

Razer Huntsman Mini Analog: Das Testfazit

Quelle: RazerDie Razer Huntsman Mini Analog ist eine gelungene Kombination aus einer platzsparenden, transportablen 60-Prozent-Tastatur und Razers neuester Tastenschaltertechnik, die vor allem dem Gamer viele Vorteile bringt. Daher spendiert Razer der Huntsman Mini Analog auch eine gute, auf die Zielgruppe ausgerichtete Ausstattung, zu der eine RGB-Beleuchtung, ein Speicher für Profile und direkt aufgezeichnete Makros sowie Medientasten gehören. Obwohl über die Hälfte aller Tasten doppelt und die obere Tastenreihe mit den F-Tasten sogar dreifach belegt ist, löst man beim Schreiben mit der Huntsman Mini Analog nur selten ungewollt Tasten aus. Der analoge optische Razer-Switch ist eine Klasse für sich. Während der Schreiber sich über den individuell einstellbaren Auslösepunkt des Tastenschalters freuen, schätzt der Gamer die Möglichkeit analoge Eingaben zu machen und zwei Auslösepunkte definieren zu können. Die Razer Huntsman Mini Analog ist ein absolut empfehlenswerter Spielpartner, der sich durchaus auch für die Arbeit im Büro eignet – vorausgesetzt Sie kommen mit den vielen Mehrfachbelegungen klar und haben kein Problem damit, die Pfeiltasten zusammen mit dem fn-Knopf zu bedienen.

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