Quelle: Roccat

Die Kone ist Roccats erfolgreichste Gaming-Maus und die Ur-Kone, die Roccat bereits im Jahr 2007 vorstellte, war 2008 das erste auf dem Markt erhältliche Roccat-Produkt überhaupt. Die Roccat Kone XP ist der jüngste Spross der legendären Kone-Mausreihe, deren Design fast 14 Jahre an Forschung über Handgrößen und Grifftypen durchlaufen hat und deren Technik Roccat in dieser Zeit kontinuierlich verbesserte.

Seit der Veröffentlichung der Roccat Kone XTD 2013 gehörte dann auch eine RGB-Beleuchtung zur Ausstattung der populären Gaming-Maus, von der Roccat bis zum Verkaufsstart der Kone XP 11 Modelle auf den Markt gebracht hat. Der Kone AIMO zum Beispiel spendierte Roccat fünf unabhängig konfigurierbare Beleuchtungszonen und auch die Roccat Kone Pro Air beeindruckte uns im Test (Wertung: 1,18 – siehe Tabelle am Ende dieses Tests) mit ihren RGB-Lichttricks unterhalb der beiden Haupttasten. Mit der besonders räumlich wirkenden und sehr beeindruckenden 3D-Beleuchtung der Kone XP setzt Roccat nun in puncto Optik noch einen drauf. Wie unser folgender Test zeigt, kann die Roccat Kone XP aber viel mehr als nur besonders gut aussehen.

Roccat Kone XP: Technische Daten und Ausstattung

Technische Daten:

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Bevor wir Ihnen erläutern, warum sich die Roccat Kone XP nicht nur wegen ihrer sehenswerten 3D-Beleuchtung, sondern auch mit ihrer Ausstattung, ihrer Ergonomie und präzisen Abtastleistung unsere Auszeichnung zum Top-Produkt verdient, stellen wir Ihnen an dieser Stelle zunächst die wichtigsten technischen Daten vor:

  • Anschlussart: Kabel, Länge 1,80 m (USB-A 2.0)
  • Maße (B × H × T)/Gewicht/Volumen: 85,0 × 40,0 × 126,0 mm/104 g/112 cm³ 
  • Anzahl Tasten: 13 frei programmierbare Tasten (2 Haupttasten, 3 Tasten oben, 5 Tasten ober- und unterhalb der Daumenmulde, 3 Tasten am Vier-Wege-Scrollrad)
  • Sensor: Optischer ROCCAT Owl-Eye-Sensor mit 19.000 Dpi (basierend auf dem Pixart PAW3370), 50 g Beschleunigung
  • Abtastoptimierungen per ARM-CPU: Ja, ARM Cortex-M0 (48 MHz), erweiterte Einstellungen für die Lift-Off-Distanz (Distance Control Unit), das Angle-Snapping, die Dpi-Calibration (Abtastung) und die Debounce Time (Prellzeit) für die mechanischen Schalter
  • Schalter Haupttasten/Lebenszeit laut Hersteller: Mechanischoptische Taster (Roccat Titan Switch Optical)/100 Millionen Betätigungen 
  • Interner Speicher: 512 kB Onboard-Speicher für bis zu 5 Profile und Makros 
  • Beleuchtung: Räumliche 3D-Beleuchtung (komplette Oberschale) mit 8 Lichtleitern und 22 LEDs + Mausrad aus transluzentem Material
  • Weitere Ausstattung: Easy-ShiftTastenverdoppelung, Makrofunktion (Makros ohne installierte SWARM-Software abrufbar), Dpi-Umschalter (5 Stufen, 50 Dpi-Schritte), 1000 Hz, Polling Rate, mit Stoff ummanteltes Kabel, ein zusätzlicher Satz PTFE-Gleitfüße

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In unserem Technik-Ratgeber finden Sie noch weitere Tests und Vergleich zum Thema:

Roccat Kone XP: Fantastische 3D-RGB-Beleuchtung und tolle Ausstattung

Eine RGB-Beleuchtung, für die Sie in der jeweiligen Software verschiedene Effekte einstellen können, gehört zur Pflichtausstattung einer Gaming-Maus. Meist stehen die bunten Beleuchtungstricks für das Mausrad und das Hecklogo bereit. Manchmal wird auch der Boden zusätzlich beleuchtet wie bei der Razer Basilisk V3, oder die Maus verfügt wie die Roccat Kone AIMO Remastered über 5 Beleuchtungszonen. Dazu kommen die optisch auffälligen Mäuse mit Leichtbauweise wie die Steel Series Aerox 3 Wireless Snow und Aerox 3 Wireless Ghost, bei denen das bunte Licht durch das Wabengittermuster des offenen Gehäuses dringt. Mit ihrer räumlich wirkenden 3D-Beleuchtung und der komplett transparenten Oberschale bietet die Roccat Kone XP allerdings ein einmaliges und immersives Lichtspektakel, das konkurrenzlos ist.           

Quelle: Roccat

Der Beleuchtungsapparat der Roccat Kone XP besteht aus 22 LEDs, die an je 4 links und rechts von dem beleuchteten Knopf der Mitte der Oberschale platzierten Lichtleitern angebracht sind. Die 8 Lichtleiter erinnern in ihrem Aufbau an die Lamellen eines Kühlers und die LEDs befinden sich am oberen Ende dieser speziellen Lichtleisten. Damit das Beleuchtungsspektakel auch besonders gut sichtbar wird, spendiert Roccat der Kone XP eine komplett transparente Oberschale sowie ebenfalls aus durchsichtigem und leicht angerauten Kunststoff gefertigte Haupttasten. Gerade letzteres ist für Gaming-Mäuse eher unüblich und so freizügige Blicke ins Innere gewähren auch nur wenige Modelle.

Quelle: PCGH
Roccat Swarm Software - Option Beleuchtung: AIMO-Beleuchtungseffekt.
Roccat Swarm Software - Option Beleuchtung: Herzschlag-Beleuchtungseffekt.

Die Tatsache allerdings, dass sehr viel Licht durch die Oberschale des Gehäuses und die beiden Haupttasten hindurchdringen kann, macht den dreidimensional wirkenden Beleuchtungseffekte der Roccat Kone XP so sehenswert und einmalig. Die Steuerzentrale für das Effektfeuerwerk finden Sie in der Roccat SWARM Software unter der Option „Beleuchtung“. Hier können Sie einen der 6 möglichen Effekte auswählen und zusätzlich dessen Helligkeit und Geschwindigkeit festlegen. 

Die Farbwahl bei „AIMO“ und „Welle“ basiert auf einem Algorithmus (intelligentes Beleuchtungssystem) respektive den Spektralfarben eines Regenbogens. Bei den Effekten „Dauerbeleuchtung“, „Herzschlag“, „Atmen“ und „Blinken“ dagegen, können Sie unter „Farbdesign“ einerseits eines der vorgegebenen Farbschemata einstellen oder unter „Benutzer…“, für jede der acht Beleuchtungszonen eine individuelle Beleuchtungsfarbe festlegen.

Das Festlegen der Beleuchtungseffekte geht einfach vonstatten und wenn die bunte Lightshow einem der gespeicherten Profile zugeordnet ist, bleibt diese auch aktiv, wenn die Roccat Kone XP an einem Rechner ohne installierte SWARM-Software zum Einsatz kommt. Im Gegenzug müssen Sie die Software aufspielen, wenn Sie Beleuchtungseffekte wechseln möchten.  

Ausstattung: 25 frei programmierbare Tasten für Gamer und andere nützliche Extras

Das Alleinstellungsmerkmal und der Ausstattungshöhepunkt der Roccat Kone XP ist klar ihre spektakuläre 3D-Beleuchtung. Die Rechtshändermaus verdient sich ihre sehr gute Ausstattungswertung von 1,18 aber auch noch mit anderen Features. Roccats Kone XP ist mit insgesamt 13 Tasten ausgestattet, zu denen auch die 3 Taster des Vier-WegeScrollrads zählen. Zu den mit Funktionen belegbaren Tasten gehören die beiden mit optischen Schaltern bestückten Haupttasten (mehr dazu siehe unten), die ab Werk für die Dpi-Umschaltung (5 Stufen, 50 bis 19.000 Dpi in 50 Dpi-Schritten) genutzten Tasten „+“ und „-“ sowie der mit der Profilwahl vorbelegte, beleuchtete Knopf in der Mitte der Oberschale.

Dazu kommen 4 Tasten (T1 bis T4) oberhalb der Mulde für den Daumen und eine weiterer mit „[+]“ beschrifteter Knopf unterhalb der Daumenmulde. Letzterer ist für die Easy-Shift-Funktion, mit der Sie jede der 13 anderen frei programmierbaren Tasten mit einer sogenannten Sekundärfunktion belegen können. Dazu müssen Sie lediglich den Easy-Shift-Knopf wie die Fn-Umschalttaste eines Gaming-Keyboards gedrückt halten und schon können Sie mit der Taste die Funktion auslösen, die Sie in der SWARM-Software als Zweitbelegung eingestellt haben. Halten Sie die Easy-Shift-Taste gedrückt, für dies zusätzlich zu einem Wechsel der Beleuchtungsfarbe auf Blau. Mithilfe dieser Technik, die mit der Kone + ihr Debüt gab, werden aus 13 frei belegbaren Tasten 25 für das Gaming einsetzbare Knöpfe und das sollte auch (MMO)RPG-Spielern reichen. Die benötigen beispielsweise für das Auslösen diverser Zauber oder den Konsum verschiedener Heiltränke eine Gaming-Maus mit vielen Tasten.

Weitere Dinge, die für uns zur Pflichtausstattung einer Gaming-Maus zählen und die Sie natürlich auch bei der Roccat Kone XP finden, sind eine Polling-Rate von 1.000 Hz, ein mit Stoff ummanteltes, sehr flexibles Anschlusskabel und der 512 kB große Speicher für 5 Profile sowie die mit der SWARM-Software sehr einfach programmierbaren Makros. Sind die Makros wie die Profile und die damit verbundenen Einstellungen (Dpi Stufen/Einstellungen zur Sensorleistung/festgelegte Beleuchtungsfarbe für die Profile) einmal im Speicher geparkt, können Sie diese auch an einem PC abrufen und nutzen, auf dem Roccats umfangreiche und einfach bedienbare SWARM-Software nicht installiert ist.

Bei der Abtasteinheit entscheidet sich Roccat mit dem hauseigenen Owl-Eye-Sensor (maximal 19.000 Dpi) für eine moderne und zeitgemäße Technik. Wie beim Großteile aller Mäuse des aus Hamburg stammenden Herstellers steht auch dem von den eigenen Technikern modifizierten Pixart PAW 3370 der Roccat Kone XP eine ARM Cortex M0 MCU mit 48 MHz zur Seite. Die kümmert sich primär um Abtastoptimierungen wie die Dpi Calibration oder die Distance Control Unit (Hubhöhe). Zwei weitere interessante Ausstattungsextras neben dem zusätzlichen Satz Mausgleiter im Karton sind das neue Krystal 4D-Mausrad und der Titan Switch Optical. Beide wollen wir Ihnen nun genauer vorstellen:

Das Krystal 4D-Mausrad

Das sehr präzise und spürbar einrastende sowie mit sehr taktilen Druckpunkten versehene Krystal 4D-Mausrad können Sie in 4 Richtungen (4D) bewegen. Zum einen unterstützt das für eine bessere Haptik mit einer Gummierung versehene Scrollrad der Roccat Kone XP das reguläre Blättern (Scrollen) nach oben und unten, indem das Mausrad in diese Richtungen bewegt wird.

Andererseits, und das ist das Besondere beim Krystal 4D-Mausrad, können Sie es auch horizontal bewegen, um von rechts nach links und zurück zu blättern (scrollen). Bei der Bewegung des Scrollrads nach links oder rechts betätigen Sie jeweils einen Mikrotaster, der dann den horizontalen Scroll-Vorgang auslöst. Gamer beispielsweise nutzen das horizontale Scrollen für das bei Ego-Shootern sehr beliebte „Strafen“. Ein weiteres Highlight des Krystal 4D-Mausrad ist seine sehenswerte RGB-Beleuchtung. Durch den Einsatz von transluzentem Material setzt das Scrollrad die bunten Lichtspielereien auf wunderschöne Weise in Szene.

Roccat Kone XP: Krystal 4D-Mausrad
Roccat Titan Switch Optical Maus Edition
Quelle: RocCAT

Roccat Titan Switch Optical (Maus Ed.)

Der Titan Switch Optical Maus Edition ist eine für die Haupttasten von Roccats Gaming-Mäusen modifizierte Variante des Roccat Titan Switch Optical (Taktil Braun/Linear Rot). Er unterscheidet sich zwar in seiner Bauweise vom dem Tastenschalter, den Roccat in der Vulcan Pro und Vulcan Pro TKL einbaut. Die grundsätzliche Funktionsweise beider Taster ist allerdings gleich. Beide lösen nicht per elektrischem Kontaktschluss, sondern optisch durch Licht aus. Am Boden des Schalters befindet sich eine Lichtschranke, deren Infrarotlichtstrahl vom Schaft/Stempel des Tasters blockiert wird (siehe Bild links oben). Wird der optisch-mechanische Haupttastenschalter der Roccat Kone XP betätigt und dessen Auslösepunkt ist erreicht, dringt der Lichtstrahl durch einen Kanal im Schaft des Schalters und erreicht die andere Seite, wo er auf einen Sensor trifft (siehe Bild links unten). Dadurch erkennt der Schalter die Auslösung sofort und sendet das Signal, dass die Taste betätigt wurde, via USB-Anschlusskabel zum PC.

Optische Tastenschalter kommen ohne die Prellzeit aus, die bei elektrischem Kontaktschluss normalerweise auftritt. Die Prellzeit bezeichnet die Dauer in Milli- oder Nanosekunden, die ein (Tasten-)Schalter oder ein Relais zum vollständigen Wechsel zwischen „Kontakt geöffnet“ respektive „Kontakt geschlossen“ – sowie umgekehrt – benötigt. Die auf Optik basierende Technik macht die beiden Haupttastenschalter der Roccat Kone XP einerseits sehr langlebig, sodass der Hersteller eine Lebensdauer von 100 Millionen Klicks verspricht. Andererseits reagiert ein optischer Maustastenschalter viel schneller und latenzfreier als sein mechanisch-elektrisches Pendant. Das macht sich bei First Person Shootern und Action Games unter anderem bei Doppelklicks bemerkbar.

Kein Leichtgewicht, aber trotzdem für alle Griffarten ergonomisch

Bei der Gestaltung des Gehäuses und der Dimensionierung der Roccat Kone XP entschied sich der Peripheriespezialist dazu, der neuesten Gaming-Maus das legendäre Kone-Design zu spendieren, das man über 14 Jahre lang kontinuierlich verfeinert hat. Anders als der Vorgänger, die Roccat Kone Pro, die gerade einmal 66 g wiegt, bringt die Roccat Kone XT 104 g auf die Waage und ist somit kein Leichtgewicht. Auf die Ergonomie hat das relativ hohe Gewicht aber kaum Einfluss und der leicht erhöhte Kraftaufwand bei Mausbewegungen wird durch die handschmeichelnde, sehr ergonomische Form wieder wettgemacht.                           

Das Gehäusedesign der Roccat Kone AIMO und der neuen Roccat Kone XP ist nicht identisch, aber sehr ähnlich. Beide Gaming-Mäuse verfügen über das legendäre Kone-Design.

Verantwortlich dafür, dass die Ergonomie der Roccat Kone XP unabhängig vom Griffstil optimal ausfällt, ist die Form des Gehäuses. Die hat Roccat zwar seit der Ur-Kone überarbeitet und leicht modifiziert, bestimmte Elemente jedoch sind nahezu unverändert bei allen Kone-Modellen und damit auch bei der neuen Roccat Kone XP wiederzufinden. Dazu gehört die ausgeprägte Daumenablage, die wie die Ablage für den Ringfinger (Claw-Grip) oder den Ringfinger und den kleinen Finger (Palm- und Fingertip-Grip) über eine Struktur in Form von Längsrillen verfügt. Letztere macht die Roccat Kone XP sehr griffig, unabhängig davon, mit welchen Griffstil diese über das Mauspad bewegt wird. Selbst für den Fingertip-Griffstil können Daumenmulde und Fingerablage noch voll genutzt werden, da sich beide über das komplette Seitenteil erstrecken.

Quelle: RoccatEin weiterer Faktor, der für die exzellente Ergonomie sorgt, ist die geringe Höhe des Gehäuses und die nicht zu sehr abgerundete und zu stark konvexe Form der transparenten Oberschale. Einerseits schmiegt sich der hintere Bereich der Oberschale beim Palm-Grip sehr angenehm in die Handinnenfläche. Andererseits muss der Claw-Grip-Spieler die Finger, mit der er die sehr leichtgängig über das Mauspad gleitende Roccat Kone schiebt, nur sehr leicht krümmen, damit die Mittelhand nicht an den Mausrücken stößt. Dazu kommen die Haupttasten mit ihrem sehr direkten und knackigen Druckpunkt, die sehr lang ausfallen. Das wird den Fans der Fingertip-Griffhaltung und Spielern mit kleinen Händen gefallen. Deren Fingerspitzen liegen nicht im vorderen, sondern im mittleren Bereich der beiden Haupttasten auf, trotzdem wird nicht mehr Druckkraft benötigt, um die beiden Tasten zu betätigen.

Ein Handschmeichler ist die Roccat Kone XP aber auch, weil Sie alle 13 Tasten sehr gut erreichen können und diese auch nicht ungewollt auslösen. Das gilt vor allem für die mit „[+]“ bezeichnete und mit der Easy-Shift-Funktion vorbelegte Taste am unteren Ende der Daumenablage. Beim Palm Grip liegt der Daumen dort zwar leicht auf, die hohe Betätigungskraft des Schalters und sein haptisch sowie akustisches Feedback sorgt aber dafür, dass man die Daumenkante spürbar bewegen und einen stärkeren Druck ausüben muss, wenn man diesen Schalter auslösen möchte. Ein weiteres Feature, was uns sehr gut gefallen hat, sind die am linken Rand der linken Haupttaste angeordneten und mit der Dpi-Umschaltung vorbelegten Tasten+“ und „“ auch die lassen sich optimal erreichen und selbst wenn Zeigefinger nicht mittig auf der linken Maustaste liegt, besteht keine die Gefahr, dass man ungewollt eine Dpi-Stufe höher oder niedriger schaltet.

Ausführliche Informationen über die verschiedenen Griffstile finden Sie übrigens in unserem Gaming-Maus-Test: Die besten Mäuse im Vergleich

Anstandslose Abtastleistung mit nützlicher Mikroprozessorassistenz

Quelle: RoccatDie Abtasteinheit der Roccat Kone XP, der Roccat-Owl-Eye-Sensor, tastet mit bis zu 19.000 Dpi bei einer maximalen Beschleunigung von 50 g ab. Der Sensor, der auf dem Pixart PAW 3370 basiert und den Roccat noch weiterentwickelt hat, ist jedoch nicht neu, sondern ist uns schon beim Test der Kone Pro (Air) mit seiner Leistung positiv aufgefallen. Mit 19.000 Dpi beträgt die Abtastrate zwar rund ein Fünftel weniger als beim Razer Focus+ mit 25.000 Dpi oder dem Corsair Marksmen 26K mit 26.000 Dpi.

Bei der Abtastleistung braucht sich der Roccat-Owl-Eye-Sensor trotzdem nicht vor den oben aufgezählten Sensoren der Konkurrenz zu verstecken. Die verfügen zwar über eine höhere Dpi-Rate, damit aber nicht zwangsläufig auch über eine gesteigerte Genauigkeit. Da viele Gamer, vor allem professionelle E-Sportler, lediglich mit einer Dpi-Rate von 800 Dpi bis 1.600 Dpi spielen, ist die Roccat Kone XP mit ihren 19.000 Dpi und einer hohen Polling-Rate von 1.000 Hz auf jeden Fall bestens für das Zocken am Gaming-PC geeignet.          

Dass der Sensor auch im Grenzbereich bei hohen Dpi-Zahlen jenseits von 16.000 Dpi noch absolut präzise, sehr gut kontrollierbar und mit einer allenfalls in Millisekunden messbaren, aber nicht spürbaren Latenz abtastet, ist auch ein Verdienst des ARM Cortex M0 Mikroprozessors. Die mit 48 MHz getaktete MCU assistiert dem Sensor beim Abtastvorgang und kümmert sich, falls gewollt, um die Pfadbegradigung (Angle-Snapping), er kalibriert den Sensor mit Roccats Dpi-Calibration-Technik auf das zum Einsatz kommende Mauspad und mit seiner Distance Calibration Unit minimieren Sie die Hubhöhe. Letztere fällt bei der Roccat Kone XP mit 1,2 mm im Vergleich mit der Konkurrenz etwas höher aus (Roccat Focus+, Corsair Marksmen 26K: 0,9 mm). Auf die sehr gute Abtastleistung der Roccat Kone XT hat das, genauso wie die Dpi-Grenze bei 19.000 Dpi, keine Auswirkungen.

Sie suchen zu Ihrer Gaming-Maus noch die passende Gaming-Tastatur und wissen nicht, worauf Sie beim Kauf achten sollten? Empfehlenswerte Modelle in einer Testtabelle und eine Kaufberatung finden Sie im Gaming-Tastatur-Test: Bestenlisten, Testergebnisse & Kaufberatung

Roccat Kone XP: Das Testfazit

Quelle: RoccatDie Roccat Kone XP ist nicht nur wegen ihrer sehr auffälligen äußeren Erscheinung und der wirklich sehenswerten 3D-Beleuchtung eine Kaufempfehlung. Sie bietet auch eine fast perfekte Ausstattung (Note: 1,18) zu der besondere Extras wie das Krystal 4D-Mausrad, die Haupttasten mit den optischen Schaltern, die Easy-Shift-Funktion und die daraus resultierenden 25 programmierbaren Tasten gehören. Da Roccat für die neue Kone XP das legendäre Kone-Gehäusedesign übernimmt, bietet auch die mit durchdacht angeordneten Tasten mit sehr guten, knackigem Druckpunkt bestückte Gaming-Maus eine optimale Ergonomie für alle Griffstile. Auch bei der Genauigkeit der Abtastung und den Latenzwerten kann die Roccat Kone XP nicht zuletzt dank der Assistenz der Mikroprozessoreinheit auf der Platine mit den direkten Konkurrenten Razer Basilisk V3 und Corsair Sabre RGB Pro mithalten. Die Roccat Kone XP tastet zwar nur mit 19.000 Dpi ab und die Hubhöhe liegt bei 1,2 mm, trotzdem ist sie genauso präzise wie die beiden Mitbewerber. Der Preis geht mit 90 Euro auch in Ordnung und ist bei einer finalen Wertungsnote von 1,20 angemessen. Das alles macht die Roccat Kone XP zu unserem Kauf-Tipp bei den Gaming-Mäusen mit Kabel!

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